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Eüropäisches Skaatensystem.
großen Theil Frankreichs mit diesen Wcrkzeügen versorgt; großer Umfangder Wollen-, Baumwollen - und Seidenmanufaktur, so wie der Pasteten-bäckerci, und einer Bauwerkstatt für Dampfmaschinen. Von Wichtigkeitist die königl. Kanonengießerei. Für den Binnenhandel des südwestlichenFrankreichs bildet Toulouse den Mittelpunkt. Reich ist die Stadt anUnterrichts-, wissenschaftlichen und Kunstanstalten: Universitäts-Akademie,königl. Collvge, medicinisch-chirurgische Lehranstalt, königl. Artillerieschule,sodann Zeichen-, Gewerbe-, Musik- und Thierarznei-Schule; — fernerkönigl. Akademie der Künste und Wissenschaften, und die Akademie derBlumenspicle (j«ux üoraux), gestiftet 1353 von Clemcns-Jsaurus, Preise«ertheilend, welche in goldenen und silbernen Blumen bestehen, die medi-cinische und die Gescllsch. der schönen Künste, königl. Akademie der Ma-ler-, Bildhauer- und Baukunst; der botanische Garten, wo öffentl. Vor-trage über Pflanzenkunde, und das Observatorium, wo Vorlesungen überStern- und Himmelskunde gehalten werden; Gemälde- und Antiquitäten-Muscum; an Bibliotheken die sehr reich ausgestattete öffentl. Bibliothek,und die Bibliothek des College, mit wichtigen Manuskripten. In derneücrn Kriegsgeschichte spielt Toulouse eine wichtige Rolle; auf den Fel-dern dieser Stadt wurde am 10. April 1814 der siebenjährige Krieg derpiräneischen Halbinsel entschieden und beschlossen, indem das combinirtebritisch-spanische und portugiesische Heer, unter des Herzogs von Welling-ton Anführung, die große französische Armee, unter des MarschallsSoult, Herzogs von Dalmatien, Befehl, nachdem dieselbe aus der Halb-insel verjagt und über die Piränecn gedrängt worden war, total aus'sHaupt schlug. — *Vi llefranche, St. am Lers, unweit des Canalsdu Midi, 2765 I., welche Segeltuch-Fabr. untcrbaltcn. — *Muret,St. am linken Ufer der Garonne, 3970 I., Vichhandel. — *Saint-Gaudcns, St. ebenfalls links an der Garynne, 6020 Z., die ziemlichgewerbfleißig sind, Tuchmanufakt. unterhalten und Handel treiben; Col-lege. — Bagnvres de Luchon, St. und einer der berühmtesten undbesuchtesten Badeorte Frankreichs, hoch im Gebirge gelegen. Bei St.Gaudens sind auch Mineralquellen, die von Encause.
31. Departement des Gers.
Ebenfalls im südwestlichen Frankreich zwischen den Dcpart. Lot-und-Garonne im N., Tarn-und-Garonne und Hautc-Garonne im O., Hautes-Pyrsnves und Basses-Pyrvnves im S. und Landes im W.; zur ProvinzGascogne gehörig und zwar aus den Landschaften Armagnac, Asturac,Lomagne, Comingcs und Condomois zusammengesetzt. Etwas Hügel-,meistens ebenes Land. Die größere Hälfte des Areals ist dem Ackerbaugewidmet, nämlich 333,585.-,-; Wiesen 60,865.1,; Weinbau 87,772.,, iWaldungen 59,276.«,; Obst- rc. Gärten 6100.«« r Gebüsch 260.;-; ver-mischte Kulturen 20,633.««; Hütungen, Heiden 35,711.,«; Teiche 233.,,;Gebäude 4515.1,; ganzer steüerpfljchtiger Boden 608,954.««; unbestcüer-ter 17,444.,-; ganze Grundfläche 626,399.«, Hectaren.
"Auch, Lat. 43° 38' 39" N., Long. 1 ° 45' 4" W>, St. amlinken Ufer des Gers; Erzbischofssttz. Ausgezeichneter Dom mit vortreff-licher Glasmalerei; 10,461 I.; wichtige Baumwollengarn-Spinnerei und