Frankreich.
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wichtigsten Handelshäfen von Frankreich, nicht allein für den Küsten-handel, sondern von wo aus auch merkantilische Unternehmungen nachIndien und der Neuen Welt, so wie ganz vorzüglich auf den Stockfisch-fang bei Neüfoundland ausgerüstet werden; große Schiffswerften; Ta-backsfabrik; Seil- und Angelhakcnfabrik. 9744 I. Navigationsschule,Gewerbeschule. — "Vitrv, St. an der Vilaine, 89ÜI I. Bienenzucht,Kantharidensang, Wollen-, Leinwand- und Lederfabrikalion. — *Re-don, St. an der Vilaine, 4508 I., große Seeschiffs-Werste, und Sta-pelplatz der Bordeaur-Weine und südlichen Früchte für das nordwestlicheFrankreich. — Saint-Servan, Seestadt mit zwei Häfen, einer fürdie Kriegs-, der andere für die Handelsmarine; 93VV I.; Schiffswerf-ten, Seilerei, Kabeljaufang, Colloge. — Cancale, kl. St., auf derenNhede ein wichtiger Austernfang betrieben wird. Dol, St. in niedrigerGegend an der Nvrdküste, 3700^J., Cydcrbereitung, alter Dom. Paim-Pont, wo die größten Berg- und Hüttenwerke der Bretagne in Betriebstehen.
35. Departement der 3ndre.
Im mittlern Frankreich, zwischen den Depart. Loir-und-Chcr im N.,^i)cr im O., Creuse und Haute-Vicnne im S., Vienne und Jndre-und-^?ire j,n W.; zusammengesetzt aus Theilen von Berry, Orlvanais undMarche. Ackerland 401,521; Wiesen 85,303; Weinbau 18,110; Wal-dungen 57,319; Gärten 4610; Gebüsch 36; vermischte Kulturen 2749;Heiden, Hütnngen 75,013; Teiche rc. 10,l23; Gebaüde 2557; steuer-pflichtiger Boden überhaupt 657,341; unbesteüerter 31,510; ganze Grund-fläche 688,851 Hcctaren.
**Chateaurvux, Lat. 46° 48' 45" N., Long. 0° 38' 50" W.,St. an der Jndre; darin das Stadthaus, das Tribunalsgebaüde undder öffentl. Garten bcmcrkenswerth sind. 13,847 I. Wichtige Tuch-fabriken, Wollhandel, Eisenwerke; College, Gesellsch. des Ackerbaus, derKünste und Wissenschaften. — *Le Blanc, St. an der Creuse, 5095' Weinbau und Weinhandcl. — "Jssoudun, gut gebaute St. ander Theols, 11,654 I., viele Fabriken, bedeutender Holz- und Woll-handel; College. — La ChLtre, St. an der Jndre, 4471 I., Woll-handel, College. — Argcnton, St. an der Creuse, 3500 I., Blei-
chen, römische Alterthümer. Valencey, St., 2500 I.; das hiesigeSchloß diente der spanischen Königsfamilie von 1808 —1814 zum Ge-langniß; in ncüestcr Zeit ist es als Besitzthum und haüfiger Aufenthalts-ort des Fürsten Talleyrand, des berühmtesten Diplomaten seiner Zeit,ekannt geworden. Chatillon sur Jndre, Lerroux, Vatne, kl.«tadte.
36. Departement der Indre-und-Loike.
de üuf der Südostseite mit dem vorigen zusammen, gränzt auf
r Nordostseite an Loir-und-Cher, gegen N. an Sarthe, gegen W. anaine-und-Lvire, gegen S. an Vienne, und besteht aus Theilen der
des Orlvanais, Poirou und Anjou. Ackerland 334,910; Wie-' " aa,463; Weinbau 35,004; Waldungen 79,641; Obst- und andere