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Europäisches Staatensystem.
Eisenfabriken; Chamdon und Firm iny, mit großen Nagelschmiedenund Bandfabriken rc.; Bourg-Argental mitCrvpe- und andern Fabr.;St. Chamond, St. am Gier, 6300 I., große Fabr. in seidenen Ban«kern und Borten, Eisenhütten; College. Rive de Gier, St. 0600 Z.,Steinkohlenbau, Eisenwerke, besonders Eiscnblechfabr., Glashütten rc.Auch das Arrondissement Roanne ist sehr gewerbfleißig; Saint Sym-phorien-de-Lay, St. am Gaud, mit Musselin- und Leinwand-Ma»nufakt. St. Galmier, kl. St. an der Cvise, 2300 I., Wachskerzen-Fabriken und Mineralquellen, deren es auch in dem Dorfe St. Albangiebt. Andrvzieux, D. an der Loire, Endpunkt des Schienenwegesvon St. Etienne.
42. Departement der Haute-Loire (Hohen Loire).
Fast im Mittelpunkt von Hochfrankreich, zwischen den Depart. Puy-de-Dome und Loire im N., Ardöche im SO., Lozöre im SW>, und Can«tal im W. Ist gebildet aus Bestandtheilen von Languedoc, und zwarVclay, Vivarais und Gsvaudan, des Herzogthums Auvergne und derlyonnesischen Landschaft Forez. Ackerland 226,072; Wiesen 79,432; Wein-berge 3,855; Waldungen 74,030; Gärten 3702; Gebüsch 388; vermischteKulturen 35; Hütungen rc. 90,239; Teiche rc. 325; Gebaüde 1507; be-stcüerle Grundfläche überhaupt 481,675; steüerfreie 16,885; ganze Boden-fläche 498,560 Hectaren.
"Le Puy, St. an der Loire, Lat. 45° 2' 24" N., Long. 1 ° 33^
0 " O., 320k,z über der Meeresfläche (die Hauptthüre des Rathhauses),ehemal. Hauptstadt des Vclay; Bischofssitz. Die hiesige Kathedrale istwegen des darin befindlichen wunderthätigen Marienbildes, Notre-Dame«de-Puy, in ganz Südfrankreich sehr berühmt. 14,924 Z., wichtige Spi-tzen- und Blonden-Manufakt. und Fabrikat, von Schellen, womit dieMaulthiertreiber und Fuhrleüte des südlichen und mittlern Frankreichsvon Puy aus seit einem Jahrhundert versorgt werden; außerdem bestehenhier Färbereien und es wird ein ansehnlicher Maulthier- und Fabrikaten-handel getrieben. College, Gewerbeschule, theologisches Seminar, Gesellsch-des Ackerbaus, der Künste und Wissenschaften, Kunst«, Naturalien - und jAntiquitäten-Museum, öffentl. Bibliothek. — "Zssengeaux, St., 7621I., viel Industrie, Cpitzenfabr., Viehhandel, ökonomische Gesellsch. !*Brioude, St. am Allier, 5247 I.; Tuchfabr., Steinkohlenbau, Ma» smorbrüche; Collsge; ökonomische Gesellsch. — Langeac, St. am Allier, ^Wetzsteinbrüche und Steinkohlenwerke. Ministrol, St. am Piat, 3506I., und Te nce, St. am Lignon, 4900 I.; beide sehr gewerbfleißig'besonders in Spitzen, und Papierfabrikation. Saint-Didier, St.,3500 Z., Seidenmanufakt. Polignac, Fl. mit den Ruinen eines Schloßses, das auf der Stelle eines Apollotempels steht. Gondel, Dorf,Hutfabriken, in der Nähe merkwürdige Lavabildungen. Überhauptdas ganze Departement durch seine gcologisch-vulkanisch-plutvnischenmationen höchst ausgezeichnet. Bei dem Dorfe Eppailly GeschiebeEdelsteinen, Hyacinthen, Granaten und Sapphiren.