Buch 
5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
Entstehung
Seite
198
JPEG-Download
 

198

Eürvpäi sches Sta atensystein.

um in's Exil zu gehen. ° Anrauches, St. unfern der Küste, 7690Z., Getreide- und Ciderhandel; College, botan. Garten, öffentl. Biblio-thek. '^Mortain, St. an der Cance, 2521 I., Töpferei, Spitzen-klöppclei, Mineralquellen; College. Mont-Saint-Michcl, kl. St.mitten in den Lagunen, mit einem festen Schloß, welches zum Aufent-halt von Staatsgefangenen dient. Granville, Seestadt und Hafen,7900 I., wichtige Rhederei und Schifffahrt auf den Wallfischfang in derBaffinsbai und im großen Ocean, und nach den Kolonien, sehr lebhafteKüstenschifffahrt und Austcrnfang; Navigationsschule. Tour-la-Ville,

D., mit Spiegelfabrik. Nillc-Dieu-les-Pveles, D., mit starkemGewerbebetrieb, insbesondere in Kupferwaaren. Chaussey, Eiland-gruppe mit Granitbrüchen.

50. Departement der Marne.

Im östlichen Frankreich, zwischen den Depart. der Ardcnnen im N.,Meuse oder Maas und Hautc-Marne im O., Aube im S., Seinc-und-Marne und Aisne im W. Ein Bestandtheil der Champagne, und zwarder eigentlichen Champagne, des Chalvnnais und des Rvmois. Acker-land 614,825; Wiesen 38,451; Weinbau 18,495; Waldungen 78,901;Garten 7106; Gebüsch 2172; vermischte Kulturen 2; Heiden, Hütnngcn16,961; Teiche rc. 3728; Gebäude 2945; steuerpflichtiger Boden über-haupt 783,589; unbesteüertcr 33,448; ganze Grundfläche 817,037 Hect.

»"Chalonö-sur-Marne, Lat. 48° 57' 22" N., Long. 2° 1' 18"O., Höhe 78t,§ ghxx dem Meere, ziemlich regelmäßig gebaute St., Bi- >schofssitz, mit großer Kathedrale, die, nebst dem Stadthause, dem Prä- >fektur- und dem Gebäude der Gewerbeschule angeführt zu werden ver- ^dient. 12,952 I. Lein-, Hanf- und Wollenwebcrei, wichtiger Handel,besonders mit Wein. College, theologisches Seminar; eine ausgezeichneteGewerbeschule, in der 450 Schüler auf Staatskosten unterrichtet undunterhalten werden; Gcsellsch. des Ackerbaus, Handels, der Künste undWissenschaften, öffentl. Bibliothek, Naturalien-Kabinct; botan. Garten,bei dem auch öffentl. Vortrüge über Pflanzenkunde gehalten werden.^Epernay, St. am linken Ufer der Marne, 5457 I. Töpferei, ganzbesonders aber Weinbau und Weinhandcl; Collvge, Schule für praktischGeometrie und Zeichenkunst, Bibliothek; berühmte Höhlen im Kreidc-fclsen, welche als Weinkeller benutzt werden. "Reims (ohne h), St-am rechten Ufer der Vesle, die größte St. des Depart., ErzbischofsD' ,Bcmerkenöwcrth find hier: die prachtvolle Kathedrale, die zu den ausge-zeichnetsten Werken gothischer Baukunst in Eüropa gehört, das Präfckt»t-gebaüde, und die Felsenfester in der Kreide, die, wie in Epernay, 6»^'Aufbewahrung der Weine dienen; die Statue Ludwigs XV. auf de>»Kvnigsplatz, viele römische Altherthümer; 38,359 I., große Wolle»'waaren-Fabriken, besonders in Kaschmirs und Shawls (jährlich werde»280 bis 300,000 Kilogr. Wolle verbraucht), Färberei, Töpferei,und Weinbau, Handel mit Fabrikaten und Champagnerwein. Collegemedicinische Schule, botanischer Garten, Museum, öffentl. Bibliothek. ^»Sainte-Menohould, St. an der Aisne, 3962 I., Spitzcnfabrikc'OHolzhandel, Cvllvge. In diesem Orte wurde Ludwig XVl. erkannt, <u