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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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Eürvpäiscbes Staatensystcm.

an der Seine, und Schloß, mit den Trümmern einer einst berühmtenMaschine, welche die Gärten von Versailles mit Wasser versorgte. LaMalmaison, Lustschloß, der Lieblingsaufenthalt der Kaiserin Joscphine,Napoleons erster Gemahlin. Saint-Cyr, Schloß bei Versailles, großeMilitairschule. Jouy, 1800 I.; Schloß, große Kattundruckerei, dieunter der Kaiserregierung blühte, jetzt aber sehr heruntergekommen ist.Argen teuil, Fl. am rechten Ufer der Seine, 4875 I., beträchtlicherWeinbau; einige Überreste von dem Kloster, in welchem Heloise lebte.Montmorency, St., 1860 I., berühmter Kirschban, ein Hauptvergnü-gungsvrt der Pariser; l'Hcrmitage, wo I. I. Rousseau wohnte. Eng-hien, gr. D. bei Montmorency, mit Schwefelbädern. Nvsny, D. undSchloß. Ris, D. zwischen Corbcil und Paris, mit dem königl. Garten-bau-Institut von Fromont. Grignon, königl. landwirthschftlicheS In-stitut. Ecouen, Fl., 1800 I., Erziehanstalt der Campan, einer be-kannten Memoirenschreiberin. Dourdan, St. an der Orge, 2616 I.Seiden-, Handschuh- und Strumpffabr. Arpajon, St. an demselbenFlusse, 2250 Z., Kattun- und Musselin-Manufakt. Mvrvville, Fl.und Schloß, unter dem Namen Folie Mvrvville bekannt, hier werdendie größten Märkie im Departement für die Vcrprvviantirung von Parisgehalten.

75. Departement der Seine-interieure (untern Seine).

Im nordwestlichen Frankreich, das fünfte und letzte der Nvrmandic-Departements, zwischen dem Meere im W. und N., den DepartementsSomme und Oise im O. und Eure im S. Ackerland 378,016.74; Wiesen28,024.0»; Waldungen 68,844.9»; Obst und andere Gärten 61,173.»,;Gebüsch 156.-,; vermischte Kulturen 8.,,; Hütungen ec. 18,272.,»; Teiche327.9»; Baulichkeiten 3107.52; steüerpflichtiger Boden überhaupt 557,931.»s!steüerfreier 44,980..»; ganze Grundfläche 602,912.»» Äcctaren.

"Rvuen, Lat. 49° 26' 29" N., Long. 1° 14' 32" W., St., Erz-bischofssitz und Sitz eines königl. Gerichtshofes, am rechten Ufer derSeine, eine der größten, volkreichsten, und auch, wenn man von manchenschmalen und unregelmäßigen Straßen absieht, eine der schönsten StädteFrankreichs, mit vielen Prachtgebaüden und Baudenkmälern, daruntervor allen die herrliche Kathedralkirche, die nicht minder bemerkcnsiverthcKirche Saint-Ouen, zwei Monumente des Mittelaltcrs und gothischerArchitektur, wie sich nur wenige ausweisen lassen; außerdem die Leinwand-halle, das Hotel-Dieu, der Justizpallast, das Nathhaus, das Schauspiel-haus; viele große Plätze mit ansehnlichen Haüscrn, darunter einer miteiner Standsaüle zu Ehren der Jungfrau von Orlvans, die hier im Jahr1431 juridisch gemordet wurde und den Tod auf dem Scheiterhaufenstarb; herrliche Promenaden in und bei der Stadt, die in reizenden Um-gebungen liegt. Beim Ausbruch der Revolution hatte Rvuen ungefähr65,000 I., gegenwärtig (1836) ist die Jnwohnerzahl auf 92,083 gestie-gen , die durch ihre ausgebreitete Industrie in allen Zweigen der tech-nischen Kultur, so wie durch den Handel, welcher land- und seewärtsgetrieben wird, zu den thätigsten und wohlhabendsten städtischen Bevöl-kerungen gehört; vor allen blüht in Rvuen die Baumwollenspinnerei,