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Vürvpäisches Staatensystem.
gen gegründet wurde, der auch jetzt noch ihre vorzüglichste Thätigkeit inAnspruch nimmt, ist erst seit 1821 durch die Ansiedlungen im Lande Wallo,(auch Howal genannt), eine ackerbautreibende geworden, die ihre Auf-merksamkeit ganz besonders auf die Kultur der Baumwolle und des In-digo gerichtet hat. Auch mit dem Kaffecbaume, dem Orlean, dem Nopalhat man Versuche gemacht. Aber alle diese Kulturzweige scheinen keinenrechten Erfolg gehabt zu haben, wie sich aus der weiter unten folgendenHandels-Tabelle ergiebt. Die Kolonie hatte im Jahre 1838 an öffent-lichen Einkünften einen Ertrag von 298,455 Francs, dagegen betrugendie Ausgaben 1,125,419 Francs, die also zum allergrößten Theil dasMutterland decken mußte. Für die Staats-Verwaltnng bringt diese Ko-lonie keinen Vortheil, dagegen desto mehr für den französischen Handcls-stand, denn sie besteht fast ganz aus Kaufleüten.
b) Die 3nkel Bourbon
ist nächst Martinique und Guadeloupe die wichtigste der französischenKolonien. Sie liegt in Lat. 29° 55« S., Long. 53° O. von Paris, undbesteht aus einem einzigen Berge, einem Vulkane von 1251t Höhe (sieheIII. B., S. 794), der indeß an seinem Abhänge verschiedene Tebraffenmit kleinen Ebenen bildet. Steigt man vom Meere zum Gipfel hinauf,so erreicht man zuerst die Palmeu-Ebene, 4Süt hoch, dann die Ebeneder Kaffern, die 699« hoch ist, dann die Ebene Cilaos, 899« hoch, wiejene mit Lava überflössen, und zuletzt kommt die Spitze des Vulkans,welcher Piton des Neiges heißt. Zahlreiche Bäche stürzen in Kaskadendem Meere zu. Bourbon liegt in der Negion des Südost-Passats, aberauch im Gebiete der Orkane des Indischen Meeres, die hier, wie aufder benachbarten britischen Insel Mauritius so große Verwüstungen an-zurichten pflegen. Auf Bourbon baut man die gewöhnlichen Produkteder Tropenländcr: Zucker, Kaffee, Baumwolle, etwas Indigo, Gewürznel-ken. St. Denis ist der Hauptvrt der Insel, ein Flecken mit ungepfla-sterten Straßen, dem ein Hafen fehlt und dessen Rhede allen Windenausgesetzt ist. 9999 I. Colloge, botanischer Garten. St. Paul, derzweite Ort der Insel, hat einen bessern Ankerplatz, als St. Denis. —Bourbon ist seit 1642 von den Franzosen kolonisirt.
Die Insel St. Marie, an der Ostküste von Madagaskar, in Lat.25° 44« S., Long. 42° 58« O. Paris, gehört zum Gouvernement vonBourbon. Früher, als die Franzosen noch Posten auf Madagaskar selbstbesaßen, hatte St. Marie eine gewisse Wichtigkeit; doch ist der Handcl,auf den diese Kolonien berechnet waren, immer mehr in Verfall gerathen,so daß ihre Unterhaltung, statt Nutzen zu stiften, nur eine Last für denStaat ist.