Buch 
5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
Entstehung
Seite
295
JPEG-Download
 

Britisches Reich. — Eürvpäische Länder.

295

7. Pflanzenreich; Kultur des Bodens.

Großbritannien besitzt 1517 phanerogamische Gewächse, oder 762weniger, als Deütschland im engeren Sinne, ohne die Alpen und Jstrien,oder die kleinere Hälfte der Pflanzenanzahl, welche Deütschland im wei-ter» Sinne, mit der Schweiz, den Alpen und Jstrien, sowie auch diekleinere Hälfte der Gewächse, die Frankreich besitzt. Unter jener Ge-sammtheit befinden sich 359 Monvcvtylcdonen und 1158 Dicotpledonen;jene verhalten sich zu diesen, wie 1 : 3,?; in Deütschland, im weiterenSinne, ist dieses Verhältniß sehr nahe wie 1:4.

England im Besondern hat IÜ48 Dicotpledonen und 322 Monoco-tyledonen, zusammen 1370 Phanerogamen, und die einlappigen verhaltensich zu den zweilappigen wie I : 3,-, d. i. gerade so, wie in Großbri-tannien überhaupt.

Schottland besitzt 1155 phanervgamische Pflanzen, nämlich 276 Mono-und 879 Dicotpledonen; daher auch hier das Verhältniß beider sich sehrnahe auf 1 : 3,r herausstellt.

In Irland dagegen ist es nur wenig von 1 : 3,^ verschieden, dennhier werden unter 910 Phanerogamen 228 Monvcotyledonen gezählt.

In der Flora von Großbritannien, England und Schottland zusam-men genommen, bilden die Cvmpostten die Mehrzahl, denn sie machen'Zu aller phanerogamischcn Gewächse aus, die Gramineen '/»s, die Cppe-raceen die Amentaceen '/«», die Amentac. mit den Ulmac. und Cel-tid. die Rosaceen die Crucifercn , die Leguminosen dieUmbelliferen '/„, die Caryophylleen ^/rs, die Labiaten die Orchideen'/„, die Ranunculaceen 'Z^, die Junceen die Sarisrageen dieBoragineen die Rubiaceen 'Z?-, die Coniseren '/, 7 g.

In Irland haben die Compvsiten denselben Quotienten, wie auf derSchwesterinsel; die Gramineen bilden in der Flora von Irland aberaller Phanerogamen; die Cyperacecn beinahe '/„, die Amentaceen mitden Ulmac. und Celtid. '/ 2 s, die Rosaceen 'Z 22 , die Crucifercn dieLeguminosen die Umbelliferen ^ 2 -, die Caryophylleen V 2 -, die La-diäten '/„, die Orchideen die Ranunculaceen »/-s, die Junceen '/g-,die Sarisrageen '/„, die Boragineen die Rubiaceen '/ 7 ,, die Coni-feren

Diese Zahlen drücken den botanischen Karakter der Floren von Groß-dritannien und Irland, in allgemeinen Umrissen, aus. Betrachtet manaber die Flora von Großbritannien näher, und im Besonderen die Ver-seilung der Pflanzen in die verschiedenen Regionen, so ergiebt sich, mit^atsvn's, von Beilschmied übersetzten Worten, folgendes:

Zunächst ist zu bemerken, daß er fünf Regionen unterscheidet: dieEbene, das Hügelland, die Region der mittleren Höhen, die subalpineund die alpine Region.

l- In der Ebene ist die vorwaltende Vegetation diejenige, welche^ Lande selbst als Unkraut oder wilde Blumen bezeichnet wird. Die>che und die Esche sind die hauptsächlichsten wirklich inheimischen Wald-aünie dieser Region, wozu noch einige der größeren Weiden kommennwge». Die Buchen, Linden, Ulmen sind kaum als ursprünglich britisch