Britisches Reich. — Eürvpäische Länder.
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7. Pflanzenreich; Kultur des Bodens.
Großbritannien besitzt 1517 phanerogamische Gewächse, oder 762weniger, als Deütschland im engeren Sinne, ohne die Alpen und Jstrien,oder die kleinere Hälfte der Pflanzenanzahl, welche Deütschland im wei-ter» Sinne, mit der Schweiz, den Alpen und Jstrien, sowie auch diekleinere Hälfte der Gewächse, die Frankreich besitzt. Unter jener Ge-sammtheit befinden sich 359 Monvcvtylcdonen und 1158 Dicotpledonen;jene verhalten sich zu diesen, wie 1 : 3,?; in Deütschland, im weiterenSinne, ist dieses Verhältniß sehr nahe wie 1:4.
England im Besondern hat IÜ48 Dicotpledonen und 322 Monoco-tyledonen, zusammen 1370 Phanerogamen, und die einlappigen verhaltensich zu den zweilappigen wie I : 3,-, d. i. gerade so, wie in Großbri-tannien überhaupt.
Schottland besitzt 1155 phanervgamische Pflanzen, nämlich 276 Mono-und 879 Dicotpledonen; daher auch hier das Verhältniß beider sich sehrnahe auf 1 : 3,r herausstellt.
In Irland dagegen ist es nur wenig von 1 : 3,^ verschieden, dennhier werden unter 910 Phanerogamen 228 Monvcotyledonen gezählt.
In der Flora von Großbritannien, England und Schottland zusam-men genommen, bilden die Cvmpostten die Mehrzahl, denn sie machen'Zu aller phanerogamischcn Gewächse aus, die Gramineen '/»s, die Cppe-raceen die Amentaceen '/«», die Amentac. mit den Ulmac. und Cel-tid. die Rosaceen die Crucifercn , die Leguminosen dieUmbelliferen '/„, die Caryophylleen ^/rs, die Labiaten die Orchideen'/„, die Ranunculaceen 'Z^, die Junceen die Sarisrageen dieBoragineen die Rubiaceen 'Z?-, die Coniseren '/, 7 g.
In Irland haben die Compvsiten denselben Quotienten, wie auf derSchwesterinsel; die Gramineen bilden in der Flora von Irland aberaller Phanerogamen; die Cyperacecn beinahe '/„, die Amentaceen mitden Ulmac. und Celtid. '/ 2 s, die Rosaceen 'Z 22 , die Crucifercn dieLeguminosen die Umbelliferen ^ 2 -, die Caryophylleen V 2 -, die La-diäten '/„, die Orchideen die Ranunculaceen »/-s, die Junceen '/g-,die Sarisrageen '/„, die Boragineen die Rubiaceen '/ 7 ,, die Coni-feren
Diese Zahlen drücken den botanischen Karakter der Floren von Groß-dritannien und Irland, in allgemeinen Umrissen, aus. Betrachtet manaber die Flora von Großbritannien näher, und im Besonderen die Ver-seilung der Pflanzen in die verschiedenen Regionen, so ergiebt sich, mit^atsvn's, von Beilschmied übersetzten Worten, folgendes:
Zunächst ist zu bemerken, daß er fünf Regionen unterscheidet: dieEbene, das Hügelland, die Region der mittleren Höhen, die subalpineund die alpine Region.
l- In der Ebene ist die vorwaltende Vegetation diejenige, welche^ Lande selbst als Unkraut oder wilde Blumen bezeichnet wird. Die>che und die Esche sind die hauptsächlichsten wirklich inheimischen Wald-aünie dieser Region, wozu noch einige der größeren Weiden kommennwge». Die Buchen, Linden, Ulmen sind kaum als ursprünglich britisch