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Europäisches Staatensystem.
zahlreich dagegen sind die Heerden in Noscommon und andern Grafschaf-ten von Cvnnaught und den beiden übrigen Provinzen.
Die Ziegenzucht beschränkt sich auf Wales; aber für dieses Land istdie Ziege ein sehr werthvolles Thier, sowol der Milch, als des Fleischesund des Talgs wegen, aus dem die Gebirgsbewohner ihre Lichter ver-
fertigen.
Die milden Winter gestatten es, Schafe und Ziegen stets auf derWeide zu lassen; außerdem haben sie nichts von reißenden Thieren zufürchten, die in anderen Ländern große Verwüstungen unter den Heerdenanrichten. Die wilde Katze ist das einzige reißende Thier, welches ammeisten zu fürchten ist, aber sie steigt selten von den Gebirgen, aus ihrenwaldigen Schlupfwinkeln, herab. Außerordentlich zahlreich ist der Fuchs,dessen Jagd ein Hauptvergnügen ist, das selbst für manchen Gutsbesitzerzur Beschäftigung werden kann. Hirsche, Damhirsche und Rehe siehtman nur noch in den Parks der Krone und der reichen Herren. Hinund wieder irrt noch ein einzelner Eber in den Wäldern der nördlichenGegenden von Großbritannien umher.
Die Zucht des Hausschwcins hat einen bebrütenden Umfang und hateine sehr schöne Race erzielt, seitdem das inheimische Schwein mit demchinesischen gekrcürt worden ist.
Die englischen Hunde gehören, seit den ältesten Zeiten, zu den ge-schätztesten ihres Geschlechts, dessen ursprüngliche Race noch in der Graf-schaft Lancastcr gefunden wird. Auf die Zucht der Jagdhunde verwendetman in England sehr viel Sorgfalt; aber man hat die Bemerkung ge-' macht, daß der große engliche Bullenbeißer (LuII-<l«A, Fleischer-Hund),der in seiner Heimath so stark und muthig ist, in anderen Ländern durchVeränderung des Klima und der Nahrungsmittel ausartet.
Eben dasselbe gilt von den englischen Kampf-Hähnen. Diese Thieresind so mutbig, daß sie nicht eher den Kampfplatz verlassen, als bis sieden Sieg errungen oder den Tod gefunden haben. Obwol die Federvieh'zucht in England einen großen Umfang hat, so reicht sie doch nicht hin,die Weltstadt London mit Eiern zu versorgen; große Quantitäten davonwerden aus Frankreich und Belgien bezogen. Die Gänsezucht ist seh*ansehnlich in den Grafschaften Westmoreland und Lincoln, und die Graf'schaft Bucks versorgt London mit Enten. Friedlich schwimmt der Schn>a"auf der Themse und anderen Flüssen.
Unter den Raubvögeln lebt der Goldadler auf den höchsten Gipst^der Welschen und Cumberländischen Gebirge, vermuthlich auch aus ^Orkaden; der Seeadler an den Felsengestadcn von Wales und dem »öl"*lichen Britannien; ebendaselbst ist auch die große Schnee-Eüle zu Haui^'
Die Meeresküsten und die Sumpf-Niederungen sind vonSchwärmen der Wasservögel bevölkert, während das Rebhuhn, dietel und andere Vögcl des mittleren Eüropa die Felder bedeckt. .
Wenig Länder sind durch Meer- und Süßwasserfische so sehr begu"ftigt, als die britischen Inseln. Von der Sardelle, dem Pilchard undem gemeinen Häring, mit deren Fang an den britischen Küsten eine 1große Menge von Händen beschäftigt ist, haben wir bereits bei e>andern Gelegenheit gesprochen (Bd. UI., S. 481—486). Der Kabel