Britisches Reich. — Europäische Länder.
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Punkt der Stadt, bis nach Deptford herab, eine Entfernung von 1 d. M.,mit einer Durchschnittsbreite von 1200 bis 1500 Fuß, und er wird invier Strecken eingetheilt, in die oberen, mittleren, und unteren Poolsund Limehouse Reach. London hat gegen 9000 Straßen, Gassen undDurchgänge und gegen 180,000 Haüser; an freien Plätzen zählt es 80.Unter diesen Plätzen machen die Squares, mit ihren schönen Garten-An-lagen, eine Hauptzierde der Stadt, in Mitten dieser kolossalen Masse vonGebaüden und Haüscrn, welche im Ganzen, eben nicht durch Eleganz undManchfaltigkeit der Bauart ausgezeichnet sind. Nicht durch sein Aüßeresist London die Weltstadt der neüern Zeit, sondern durch den Geist, durchdie Betriebsamkeit seiner Bewohner, die durch das rege Leben in allenStadttheilen, vornehmlich aber im Hafen durch den undurchdringlichenWald der Mastbaüme von unzähligen Schiffen aller Nationen in dieaüßere Erscheinung tritt. Doch ist London auch nicht ganz entblößt vonPrachtgebaüden, und darunter steht die Kathedrale von St. Paul allenvoran. Überhaupt giebt es mehr als 400 Gebaüde, welche religiösenZwecken geweiht sind; außer St. Pauls und der Westminster-Abtei, 125Pfarrkirchen, 65 bischöfliche Kapellen, und eine große Menge von Ver-sammlungshaüsern der verschiedenen Sekten, in welche sich die protestan-tische Kirche Großbritanniens gespalten hat. Das Innere der prachtvollenSt. Paulskirche ist durch Monumente, welche den Manen großer, um dasVaterland verdienter Männer errichtet sind, geschmückt, eben so ist es dieWestminster-Abtei mit ihren zahlreichen Kapellen; in dieser Kapelle wer-den die Könige und Königinnen von England gekrönt. Unter der großenMenge von Pfarrkirchen sind viele antik-gothische und mehrere neüere imgriechischen Geschmack. Katholische Kapellen giebt es S, und außerdem5 für Ausländer. Protestantische Kirchen und Kapellen für Ausländergiebt es: 7 deutsche, 5 französische, 2 holländische, 1 schweizer, 1 dänischeund 1 schwedische; auch die armenische Kirche hat ihre Kapelle. Unterden Palästen ist zuerst St. James' Palace, die gewöhnliche Stadtresidenzder britischen Souveraine zu nennen, nicht sowvl des Gcbaüdes selbstwegen, denn es hat von Außen nichts, wodurch es als königliche Woh-nung angekündigt würde, als des ungcheüern Einflusses halber, der ausdem Innern, von seinen Gemächern aus, auf das Geschick der Mensch-heit ausgeübt worden ist, und fortwährend ausgeübt wirb. An den St.James-Palast stößt der gleichnamige Park, der auch den, in edlem, groß-artigem Styl erbauten Königs.-Palast umschließt. Die übrigen königlichenPaläste sind Jork House, am Green-Park; Kensington Palace mit sehrgroßem Garten; Lambeth Palace, ebenfalls mit Gärten, und Whitehall.3u den öffentlichen Gebaüden gehören: Westminster-Hall, woselbst dasKrönungsfest der Könige von England gefeiert wird, die schönen Gebaüdeder New Courts of Laiv; die Parlamentshaüser; das Kriegsministerial-Gebaüde (Wcn- oküco) oder Hirse 6uarcis, so genannt, weil die Garde zuPferde hier Wache hält; das Marine-Ministerium (^ämiralt^ «ltice), dasFinanz-Ministerium (Ireasur^), das Geheimeraths-Gcbaüde (tlouneil ok-u. m. a.; sodann Somerset-House, woselbst auf der einen Seite meh-rere Behörden ihre Arbeitslokale haben, während die andere den Wiffen-ichaften und Künsten gewidmet ist, indem die Royal Society und die