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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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Britisches Reich. — Australische Länder.

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1. Das Gouvernement Nen-Süd-Wales.

Im südöstlichen Theil des australischen Festlandes gelegen, zeigtNeü-Süd-Wales einen manchfaltigen Wechsel von Höhe und Tiefe. VomMeere 10 bis 12 d. Mln. landein erstreckt sich die Küstenterrasse, einewellenförmige Fläche von zahlreichen Flüssen, dem Hawkesbury, Hunter,Manning, Hastings rc., durchschnitten. Dann erhebt sich eine Gebirgs-kette, in der jene Flüsse entspringen. Man nennt sie die blauen Berge.Sie laufen parallel mit der Küste, erheben sich bis zu 3000 und 4000Fuß, steigen von der Seeseite her steil auf und tragen auf ihrer Scheitcl-stäche ein weitgestrecktes Tafelland, das sich gegen Westen hin ganzallmälig senkt zu großen Niederungen mit so geringer Steigung desBodens, daß hier während der Regenzeit weit ausgedehnte Überschwem-mungen eincreten, periodische Seen bildend, deren Wasser größtentheilsdurch Verdampfung entweicht; nur wenige Flüsse finden auf dieser Seileihren Abzug, der Macquarie, Darling, Lachlan, Morrumbidgi, diesämmtlich zu Einem Stromgebiet, dem des Murray, gehören. DasGouvernement liegt außerhalb des Wendekreises des Steinbocks in dergemäßigten Zone. Das Klima stimmt nahe überein mit dem Klima desVorgebirges der guten Hoffnung. In der Küstenterrasse beträgt dieMittlere Temperatur des Jahres 18°'/z, die der Wintermonate 12° bis13°, die des Sommers 2L° bis 24°. Die Regenzeit fällt auf den Win-ter und Herbst, der Niederschlag ist ziemlich reichlich, indessm leidet Neü-Süd-Wales an einer periodischen Dürre, die nach den bisher gemachtenErfahrungen alle 12 Jahre wiederzukehren pflegt, und wol drei Jahrehintereinander dauert.

Die Kolonie wurde im Jahre 1787 gestiftet, um als AufenthaltsortAu dienen für Verbrecher, theils um in landwirthschaftlicher Beschäftigung^rsserung und demnächstige Rückkehr in's Vaterland, theils in ewigerVerbannung Strafe zu finden. Die Kolonie begann mit 1030 Personen,von denen 717 Verbannte waren, darunter 525 männlichen und 192Leiblichen Geschlechts. Da der Erfolg sich bald als ein sehr günstigerherausstellte, kam die britische Regierung auf den Gedanken, der freienAuswanderung nach Neü-Süd-Wales kein Hinderniß in den Weg zuegen, diese vielmehr zu begünstigen. Und so ist es gekommen, daß dieUeie Bevölkerung gegenwärtig schon weit zahlreicher ist, als die unfreie,w Deportirten. Im Jahre 1833 war ihr gegenseitiges Verhältniß

Holzendes: _

Freie. . . ,

Sträflinge -

Manul.

22,198

21,845

44,643

Beide

Weibl. Geschlechter. t Protestanten

13,453 36,251 Religions-I Katholiken .

2698 24,543 Parteien ^Juden ... .

16,151 60,194 f Heiden....

Ungewiß. > -

43,095

17,238

34S

56

60

, »» nak Seelen gestiegen,Im Jahre 1836 war die Volksmenge auf 77, >vo ^„elchs durch

und dürfte als jetzt, im Jahre 1841, da der l ) EinwanderungÜberschuß der Geburten über die Sterbfalle, durch f