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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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Das russische Reich.

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Nach dem, was wir hier angegeben haben, bestehen I) Verbindun-gen zwischen dem kaspischen Meere und der Ostsee: vermittelst der Wolgadurch den Marien-Kanal und den Lädoga-See; durch den tichwin'schenKanal und den Lädoga-Kanal, und durch den Kanal von Wüschni-Doloschok und den Lädoga-Kanal. 2) Zwischen dem kaspischen unddem weißen Meere: durch die Wolga, Kama, den Nord-Catharinen-Kanal und die Dwina. S) Zwischen dem weißen Meere und der Ostsee:durch die Dwina, den Kanal des Herzogs Alexander von Würtembergund den Ladoga-Kanal. 4) Zwischen dem schwarzen Meere und derOstsee: durch den Dnjepr, den Berestna-Kanal und der Düna, durchden Dnjepr, den Königs-Kanal und die Weichsel, durch den Dnjepr,den Oginski-Kanal und den Niemen, und durch den Dnjepr, die Weich-sel, den Niemen und den Windau-Kanal.

3. Klimatische Verhältnisse.

Das russische Reich hat bei seiner großen Ausdehnung auch ein sehrverschiedenes Klima. Gewöhnlich wird Rußland in vier Erdstriche ein-getheilt, und zwar in den Polarerdstrich, dessen Gränze der 67° Lat.,in den kalten, von 67 bis 57° Lat., in den gemäßigten, von 57 bis5v° Lat. und in den warmen , von 50 bis 38° Lat. Im Allgemeinen istdas russische Reich ein kaltes Land und das Klima je nach der Nähedes Meeres, nach der Bewässerung der Gegend, dem Umfang der Wal-dungen, der Richtung der Berge und Thäler, der Höhe über der Mee-vesstäche u. dergl. m. sehr verschieden, im Ganzen aber sehr gesund.Ein berühmter russischer Staatsmann theilt das Klima Rußlands sehrpassend in folgende Erdstriche ein:

1) Den Erdstrich des Eises; 2) den Erdstrich der Tendern (MooS-steppen); 3) den Erdstrich der Wälder und der Viehzucht; 4) den Erd-strich des beginnenden Ackerbaues und der Gerste; 5) den Erdstrich desRoggens und des Leins; 6) den Erdstrich des Weizens und der Baum-früchte; 7) den Erdstrich des Mais und der Neben, und 8) des Oel-baums und des Zuckerrohrs.

Der Gesundheit am zuträglichsten ist das Klima der Mitte des rus-Uchen Reichs, der Ostsee-Provinzen, von Groß-Rußland, Klein- undAest-RußlMid. In den Gegenden am Don, zwischen dem Dnepr, der^essna und dem Ssrim, um Tscherkask, in Bessarabien und in den Kü-stenländern des kaspischen Meeres sind verschiedene Fieber sehr häufig.

Kaukasus sind die plötzlichen Uebergänge von der Wärme zur Kältever Gesundheit nachtheilig; im Süden herrscht zuweilen die Pest, in derKrrm die krim'sche Krankheit, in Ssibirien und Orenburg die ssibirischestest, in Lithauen der Weichselzopf; an den Küsten des Eismeeres und^es östliche,, Oceans bringen die Dünste im Frühling Fieber und Schar-vvck hervor; ebenso sind Entzündungen, Ruhr und andere KrankheitenU manchen Gegenden gewöhnlich. Der gesündeste Ort im russischenverche ist wohl Windau in Curland.

n» Folgenden wollen wir eine Uebersicht der Temperaturverhältnisseverschiedener Orte geben.

2ste mittlere Temperatur zu St. Petersburg ist -j- 3,5»°, welche Zahl^ jedoch alljährlich verändert, das Maximum der mittleren Jahres--j- 4,„o°. Die größte Hitze findet im Juni und Juli statt,aräö? M^ 28° steigt (im Jahre 1839 stieg sie sogar auf 36°). Die»voßte Kalte ist Mitte Januars und nicht selten Anfang Februars und