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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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549
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Das russische Reich.

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Rußland zählt 6 Universitäten und zwar I) St. Petersburg, imJahre 1819 eröffnet; 2) Moskwa, im Jahre 1755 gestiftet; 3) Charkow,im Jahre 1804 gestiftet und 1805 eröffnet; 4) Kasan', den 5. Juli 1814eröffnet; 5) Kiew, im Jahre 1813 gestiftet; 6) Dorpat, unter der schwe-dischen Regierung 1632 gestiftet, 1699 nach Pernau verlegt, unter Kai-ser Paul in Dorpat neu gegründet, und von Alexander 1803 völlig neuvrganisirt, diese Universität ist unstreitig die beste im Reiche.

In St. Petersburg existiren eine Sängerschnle, eine Theaterschule,ein praktisches Institut für Technologie, ein Forst-Institut, Schule fürJurisprudenz, eine Bergwerksschule, eine Schule für Medicin und Phar-macie, Ingenieur-Schule, eine Akademie der schönen Künste, Schulesür Kondukteure der Straßen-Kommunikation, ein orientalisches Insti-tut, ein Taubstummen-Institut u. dergl. m. Außerdem giebt es Berg-werksschulen zu Nertschinsk und Barnaul, Schulen für die Kultur desWeinstocks in Akjerman, für Gartenkultur zu Gatschina, Poltäwa, Pensa,Jekaterinosslaw, Chersson rc., für Bienenzucht in Klcin-Nußland, sürSchafzucht, eine Zeichnenschule zu Tschernigvw, eine Schule für Archi-tektur zu Moskwa, eine Landmesserschule ebendaselbst und viele andere.Militärschulen giebt es zu St. Petersburg, Moskwa, ZarSkoie-Sselo,Drenburg, Omsk, Jelisawetgrad, Kisw, Kasan', Poltäwa, Wvronesh,Arel' u. s. w. Für den Unterricht der Seeleüte ist gesorgt durch dieMarineschulen zu Kronstadt, St. Petersburg, Ssewassiopvl und Niko-lajew; Schulen für die Handels-Marine giebt es zu St. PetersburgUnd Cherson, eine praktische Handelsschule zu Moskwa, eine Schule für"ckerbau zu Gorügorezk u. dergl. m.

Anstalten, die Förderung und Belebung der geistigen Kultur zumZwecke haben, sind: 1) Die kaiserl. Akademie der Wissenschaften, welcheäuf den Rath des berühmten Leibnitz von Peter dem Großen prvjektirt,Und den 25. Decbr. 1725 eröffnet wurde. Ihr Zweck ist: allgemeineAufklärung, Beförderung und Betreibung des Wissens im ganzen russ.Reiche durch gekehrte und gründliche Arbeiten und durch sorgfältige Auf-merksamkeit auf alle Fortschritte in andern Ländern. 2) Die kaiserlichAusfische Akademie. Sie wurde durch Ukas der Kaiserin Katharina II.Uom 30. Septbr. 1783 gegründet und den 21. Oktbr. desselben Jahres^öffnet. Ihr Zweck ist Kultivirung der Landessprache und die Erleich-rerung des Studiums derselben. Außer diesen Akademien verdienen ge-'Mnnt zu werden:

s „ k) Die pharmaceütische Gesellschaft zu St. Petersburg; 2) die Ge-8,, >chaft der Naturforscher; 3) die Gesellschaft für Geschichte und russischeH^erthümer und 4) die Gesellschaft von Freünden der russ. Literatur zun/uskwä; 5) die Gesellschaft der Freunde für National-Literatur; 6) dies?>EUschaft für Literatur und Praxis; 7) die lettische literarjsche Gesell-UMft und 8) die Gesellschaft für Geschichte und Alterthümer der Ostsee-u-n s5"Ements; 9) die Gesellschaft für Freünde der Literatur und schö-

Künste und 10) die Gesellschaft des Museums und der Athener in

- Zu den Beforderungsanstalten der gerstigen K "u g ^ wird.

Bibliotheken . denen in neuerer Zert sehr große Svrgsa» aDie bedeutendsten sind: