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Europäisches Staatensystem.
und Vaterland, tapfer, religiös aber eigensinnig, geschickt in Handarbei-ten nnd im Allgemeinen ein gutes Volk. Die Trachten sind verschieden..
Die norwegische Sprache ist beinahe gar nicht von der dänischenverschieden, doch sucht man sie seit einigen Jahren mehr auf die Stamm-spracke (die isländische) zurückzuführen und mehr auszubilden.
Die Lappen oder Finnen, welche den nördlichsten Theil des Lan-des bewohnen, sind rein mongolischer Nasse und zerfallen in Gebirgs-lappen (Fjällslappen) und Seelappen. Erstere leben in den Finnmarkenals Nomaden, letztere an den Küsten und auf einigen Inseln der Finn-mark. Ein Hauptcharakterzug der Lappen ist ihr Mißtrauen und derschreckliche Hang zum Branntweinsaufen; doch sind sie durch die Bemü-hungen des Probstes Stvckfleth in neuerer Zeit mehr cultivirt worden.— Die Guänen gehören dem Zweige des finnischen DvlkSstammes an,der das Großherzogthum Finnland bewohnt, und sind ein ansehnlicherMenschenschlag. Ihr ursprünglicher Name scheint Kainulaisis ge-wesen und der Name Guänen oder Qvänen durch Verdrehung darausentstanden zu sein. Sie leben vom Fischfang, von der Jagd und zuMTheil vom Ackerbau; bewohnen den Theil der Gränzwaldungen zwischendem Stift Aggerhuns und Schweden und im Innern der Ämter Nord-land und Finnmarken, sind ein ansehnlicher Menschenschlag und sprecheneine besondere Sprache. Ihre Zahl kann gegen 4VVV Seelen betragen.
Stände und allgem. Rechtsverhältnisse. Es gibt in Nor-wegen nur Bürger und Bauern, keinen Adel. Alle Norweger sind vokdem Gesetze gleich.
Religion sverschiedenheit und allgem. kirchliche Ver-hältnisse. Die Norweger bekennen sich alle zür evangelisch-lutherischenConfessio». Auch gibt es Anhänger Hans Nilson Hangers, NorwegensWesley. — In kirchlicher Hinsicht ist Norwegen in Stifte, d. h. BAthümer eingetheilt. Jedem Stift ist ein Bischof vorgesetzt, und es gil"deren einen in Aggerhuus, Christiansand, Bergen, Trondhjem und einenfür die Ämter Finnmark und Nordland. Ein Stift zerfällt in Prvb-steien und eine Probstei in Pastorate, welche letztere oft aus mehrerenGemeinden und Kirchen bestehen. Probsteien gibt es im ganzen Landesund Kirchspiele 336.
3. Kultur.
Die verschiedenen Zweige der physischen Kultur sind bereits >ve>'^oben besprochen worden, daher wir uns nun zur technischen Kult"wenden. In industrieller Beziehung steht Norwegen auf keiner hob.Stufe; doch sängt sich der Kunst- und Gewerbfleiß an zu beben. -vEinwohner eines jeden Bezirks verfertigen sich, mit wenigen Ausnahw 'LaS Nöthige von wollenen und leinenen Zeugen zur Bekleidung ssv)'eben so die Geräthe zum Fischfang und zum Landban; wie dennHaupt der Norweger ein Talent für Mechanik und Technik hat- ^einigen Gegenden des Stiftes Trondhjem werden sehr gute Tasche"""und seine Instrumente, und längs der Küsten Fahrzeügc und Boote g.^macht. In den Städten und Ladungsplätzen dagegen ist diesehr unbedeütend. — I. I. 1835 gab es in denselben 3034und Handwerker, welche Bürgerschaft genommen hatten, und 2543 oyBürgerschaft. Außer den oben erwähnten 23 Bergwerken zahlte mam Ende-des Jahres 1835: 4 Dauinwolleusviimereien und Weberei^,366 "