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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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Eüropäisches Staatensystem.

S) Der danneskjoldsche Kanal, gebaut um den Lauf des Suus-oder Naesby-Aae's zu erweitern, ist 12—17 Ellen breit. — Unbedeu-tendere Kanäle sind: der Esrom- und Frederiksvaerks - (auf Seeland),Odense- (auf Fühnen) und Lindenborg-Kanal (auf Jylland).

3. Klima.

Trotz der nördlichen Lage des Landes wird Dänemark doch nicht vongroßer Kalte heimgesucht. Seine niedrige Lage und die Einwirkung derSeeluft vermindern nämlich die Kälte in dem Grabe, daß sie in Kopen-hagen (welches die Mittel-Temperatur des Landes hat), nach 39 jährigenBeobachtungen, im Durchschnitt nur — 0°,» N. beträgt. Die größteWinterkälte ist im December, Januar und Februar, und sie steigt, nachBeobachtungen von 52 Jahren, in Kopenhagen bis auf — 18°,- N. (imJanuar 1789). Die mittlere Temperatur in den Monaten März, Aprilund Mai. ist -j- 5°,-, die des Sommers -j- 13°,,, die der Monate Sei"tember, Oktober und November -j- 7°,s. Der wärmste Monat ist derJuli, und der höchste Wärmegrad, den man in Kopenhagen beobachtete,war 27'//. Die Mittel-Temperatur des ganzen Jahres ist -s- 6'/,°-

Dänemarks Küsten-Klima hat einen günstigen Einfluß auf diePflege der Hausthiere und auf eine Menge Arten von Gewächsen, na-menllich auf die Kornproduktion. Mißwachs tritt nur selten ein.

Der kürzeste Tag dauert nur etwa 6V-, der längste aber 17'/, Stundeund die Sommernächte sind hier weit kürzer, als mehr gegen S. Star"Donnerwetter sind selten und währen nur kurze Zeit. Am haüfigst^"kommen Gewitter im Juli und August vor.

Die Luft ist neblicht feücht, der Himmel selten ganz wolkenfrei unddie Witterung veränderlich. Die Westseite Nord-Jütlands leidet mden starken westlichen Winden und an Nebeln. Seeland, Fühnen,und Bornholm haben eine gesunde und hohe Lage, dagegen Falster u"Fernern zum Theil Marschluft, und die niedrig gelegenen Gegendenden, besonders im August und September, oft von Fiebern Heimgesuch'Die Zahl der Nebeltage beträgt im Durchschnitt jährlich 40. Am h"^figsten ist der Nebel im Winter, besonders im Januar, doch machen ^eignen trüben Tage der Westküste Jyllands (Havguse genannt) eine A»nähme hiervon; denn diese merkwürdige Erscheinung ist hier am hautzchften im Sommer. Nach einer Mittelzahl von 23 Jahren beträgt ,'Zahl der trüben Tage in Kopenhagen 156, der mit vermischter Lust ^ ^und der Tage mit ganz klarer Luft nur 68. Die jährliche Regen-Schneemenge in Dänemark beträgt für Kopenhagen, nach 45 jährige" . ^vbachtungen, ungefähr 21 dänische Zoll, die Zahl der Regentag ^Durchschnitt 137, wovon etwa an 32 Schnee fällt. Der meiste Negfällt in den Monaten Mai bis Oktober, die geringste Wassermenge ^März und die größte im August. Hagel ist viel seltener als chege" chSchnee; denn die Zahl der Tage, wo Hagel fällt, beträgt imschnitt nur 6 im Jahre. Man bemerkt ihn am häufigsten 'M e p)Mai und November. Was die Winde betrifft, so sind die weflUät.bvorzüglich im Sommer herrschend. Ihre Übermacht über die ostllcyein Dänemark, und besonders im Sommer, so bedeütend, daßnehmen kann, daß sie von lüOmal 19mal von W. und i 7 mal vonsvehen.