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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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695
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Das Königreich Dänemark.

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Thierreich. — Viehzucht.

Saügthiere im wilden Zustande sind in Dänemark nicht viele vor-banden. Hirsche findet man nur in den königl. Gebägen und in denThiergärten, besonders bei Jaegersborg, und mitunter in Schleswig;Noth- und Schwarzwild dagegen fast überall, aber nicht in großer An-zahl, seltener wilde Schweine. Am auögebreitetsten findet man denHasen, ebenso Füchse in großer Menge. Von den gefiederten Thierenfind die wilden Gänse und Enten, Krammetsvogel und Auerhühner be-Merkenswerth, und der Entenfang wird im Großen.auf Eilt und Föhrbetrieben. — Fische giebt es in großer Menge an den Küsten, und ihrFang ist ein wichtiger Nahrungszweig der Inwohner. Die Seefischereiliefert Häringe, Dorsche, Lachse u. s. w. Austerbänke findet man nörd-lich von Frederikshavn, bei Loesös und an der Westseite Schleswigs.Die Flußfischerei gehört zu den Gerechtigkeiten des Adels.

Die Bienenzucht ist im ganzen Lande verbreitet und wird mit ziem-llchem Eifer betrieben, doch reicht ste für den Bedarf nicht aus.

Die Zucht der Hausthiere ist ziemlich bedeütend, besonders in eini-gen Gegenden Jyllands und Schleswigs, und einer der wichtigsten-uahrungszweige der Inwohner. Meiereien und Holländereien haben inletzter Zeit sehr zugenommen, und die jährliche Ausfuhr an Kühen, Käl-bern, Hauten, Fellen, Fett und Käse ist sehr beträchtlich. Das Pferdfit stark, schön, gelehrig und schnell, und eignet sich besonders zum Dienstber Kavallerie. Die alte dänische Raxe trifft man vornehmlich in Jyl-tarid. Die auf den dänischen Inseln befindliche Raye, die von der ta-ktischen Raxe herstammen soll, ist nicht groß, aber munter und stark;dagegen liefert das Marschland schöne und große Pferde. StutereienPebt es sehr viele. Die Schafe sind zum Theil veredelt und die königl.Schäfereien haben viel zur Verbesserung der dänischen Ra?e beigetragen.Die Schweinezucht ist von großer Wichtigkeit, sowohl für die eigened-vnsumtion, als auch für die Ausfuhr. In Jyllaud, besonders auf^t Ostseite, werden Schweine in großer Menge gehalten, die zum Theil"uf den Gütern in Schleswig erzogen und nach Hamburg ausgeführtwerden.

Das Volk.

I. Allgemeine Bevölkerungsverhältnisse.

Dänemark gehört im Ganzen zu den schwach bevölkerten Stqatenseit doch nimmt die Bevölkerung mit jedem Jahre zu, besondersdientt Einführung der Vaccination und der Aufhebung der Frohn-Am« ' Zu den bevölkertsten Theilen des Landes gehören: Aeröe undschwer mit etwa 6VV0, so wie das Amt Frederiksborg und die Graf-beviNr .uzen mit etwa 300« Menschen auf der QM. Am schwächstenetw^ agegen sind die Ämter Viborg mit etwa 1000, — Ribe mitUnd ^00 (wenn umn die S QM. im SchleSwig'schen abzieht, nur 800),mit nur 700 Menschen auf der QM. — Was dieUach d->, Bevölkerung betrifft, so geben wir in folgender Tabelle

^ den Provinzen folgende Übersicht. -