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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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Europäisches Staatensystem.

1) Das Fort Christiansborg in der Provinz Akra. Dieses nord-westlichste Elabissement der Dänen wurde 1650 angelegt, und zn dem-selben gehört das Negerdorf Ursu, welches an der Küste, zwischen demFort und der Schanze Prövesteen, liegt. Etwa V- M. nördlich vondem Fort ist die Faktorei Frederi ksberg angelegt, und weiter oben,zwischen den Bergen Akvapim, sind die Anlagen Frederikssted undFrederiksnopel.

2) Augusten borg, Faktorei mit dein Negerdorfe Tessing, wel-ches dicht an der Küste und etwa 2 M. von Christiansborg liegt.

3) Fort Fredensborg, in der Provinz Adampi, angelegt in denJahren 1735 bis 1741, gegen 8 M. östlich von Christiansborg. Hierzugehört das Negerdorf Niugv.

4) Fort Kongenssteen (Königsstein), in der Provinz Adda, amFlusse Volta, etwa 10 M. östlicher, angelegt 1783. Hierzu gehört dasNegerdorf Adda und die Anlage Eibo, i M. südlich vom Fort, undTnberreico, auf einer Insel im Volta.

5) Fort Prindsenssteen, in der Provinz Popo, an der Meeres-bucht Benin, etwa 8 M. östlich von Kongenssteen, angelegt 1784. ZUdiesem Etablissement gehört das Negerdorf Quitta.

8. In Asien.

Die panischen Gesittungen in Ostindien.

1. Trankebar auf der Küste Coromandel.

Dieser Distrikt begreift ein Areal von etwa V» QM, mit 23,200 Ä«Der grösste Theil des Landes besteht aus Reisfeldern, oder ist mitkusbäumen, oder mit Palmen bepflanzt. Die Produktion besteht haup^sächlich in Reis und Baumwolle. Von Thieren giebt es: Büffel, Schildkröten, eine Menge Vogel, Bienen, Seidenwürmer u. s. w., ebenso Tig^tgiftige Schlangen und viele beschwerliche Insekten. Tag und Nacht iAhier fast gleich lang, und die Abenddämmerung wird fast gar niw^bemerkt. Die Witterung ist von dem Winde abhängig. Im November,December und zu Anfange Januars herrscht Nord- oder Nordoftwinv,und da ist die Regen- oder Winterzeit. Im Mai, Juni und Juli weh»ein heißer und ungesunder Ost- und West-Wind, oder der sogenannteSLrvcco, und da ist die trockene Jahreszeit, wo der Thermometer bisweilenbis auf 100° Fahrenheit steigt. Der Handel ist besonders auf da»Küstenland mit anderen indischen Staaten beschränkt und mit demterlande in letzterer Zeit sehr unbedeutend. An der Spitze der RegiernWsteht ein Gouverneur und die Truppe» bestehen aus einer AbteilungArtillerie und Infanterie. Die Stadt Trankebar (Trangambädi >"Tamulischen, was Seestadt bedeutet,) liegt unter 11° 01' 20" Lat. u>66° Long., ist auf der Landseite von einer Mauer und einem breiten "tiefen Graben umgeben, und auf der Secseite von der Citadelle Da'wborg geschützt. Die Stadt besteht aus ein Paar hundert Häusern und eimMenge indischer Hütten, hat 4 Kirchen (3 lutherische und I katholl,»^außerdem einige Pagoden und Moscheen, ist Sitz einer berühmtensionsaustalt, besitzt eine Nhede, Baumwollenfabriken und Salzsiedereiund zählt 2000 I., worunter nur 235 Europäer. In den trankebar m,Landdistrikte liegen 42 Dörfer und einzelne Landsitze mit 21,200 Meulw -Die bedeutendsten Dörfer sind: Porrear mit 5000, Tillaly '