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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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Das Königreich Belgien.

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Mächtigkeit wechselt von 2 Metres bis zu einigen DecimetreS, Schichten-störungen werden zumal um Mons wahrgenommen. Kalk- und Sand-steine,' die Kohlen tragend, haben mit diesen gleichförmige Lagerung.

Belgien ist, außer an Steinkohlen, reich an Eisen, Marmor undandern Steinen, und seine Bergwerke nehmen einen ziemlich großenTheil des Landes ein. Unter den Mineralien behaupten jedoch die Stein-kohlen den ersten Rang und es wird davon eine große Quantität nachFrankreich ausgeführt. Die Provinz Hennegau bringt allein mehr Stein-kohlen als ganz Frankreich hervor, und die vier Steinkohlenmittelpunktevon Mons, Marimont, Lüttich und Charleroi werfen jährlich einen Ge-winn von 3,2»0,vü0 Tonnen (von 1000 Kilogrammen) ab. BedeutendeLager finden sich in den Provinzen Namur und Limburg. Im Jahre1836 zählte man im Ganzen 250 Gruben, wo 31,190 Arbeiter waren,"nd die einen Ertrag von 32 Mill. Hektoliter lieferten.

Eisen findet man besonders zwischen der Maas und Sambre, in derProvinz Lüttich, Limburg und Luxemburg. Kupfer liefern die ProvinzenHennegau und Lüttich; Blei Lüttich, Namur und Luxemburg; Zink Lüt-uch (z. B. bei Moresnet) und Namur; Braunstein Lüttich; Feuersteine,Galmei, Schwefel und Alaun die Provinzen Namur und Lüttich.

Zahlreiche Marmorbrüche besitzen die Provinzen Hennegau, Namur,Lüttich und Luxemburg; besonders in den Bezirken von Beaumont,^vlinai, bei Fontaine-L'Eveque, Bonvigne, Rochefort, Marche, Dinant,^t. Medard, Lesves rc., und die Umgegend von Philippeville bietetmehrere Abarten dar. Besonders geschätzt ist der schwarze Marmor vonGirant.

Schiefersteine liefern die Provinzen Namur und Luxemburg, undMan findet deren besonders bei Fumai, Salm, Lageripont, Laviot, Her-v?"mont, Cul de Sarts rc. Der Gewinn bei Herbeumont beträgt jähr-gegen 8 Millionen Steine. — Sandstein findet man hauptsächlichn den Provinzen Lüttich, Limburg, und überall im Hennegau in der^geqend von Peruwelz und Lessines; treffliche Bau- und Kalksteine inProvinzen Luxemburg, Namur, Lüttich, Limburg und Hennegau,schätzt Steine der Umgegend von Dinant und Soignies find sehr ge-

t>,.„ Mühl-, Wetz- und Flintenfteine, so wie Schleifsteine zu Rafirmesserno/j Pari in den Provinzen Lüttich und Luxemburg, und die Schleif-j. P? in den Brüchen von Vieil-Salm in Luxemburg suchen ihres GleichenEuropa. Die jährliche Ausbeute derselben beträgt gegen 80,000 Stück,di- ^donerde zur Verfertigung von Fayence, Geschirren und Pfeifen giebtProvinz Namur.

du den Schätzen des Mineralreichthumö Belgiens gehören auch die"vralguetlen. Die bedeutendsten sind:wer»/) Die zu Spaa, welche jährlich von 2 bis 3000 Fremden besuchtla 3hre Quellen sind: le Pouhon, la Geronstere, la Sanveniere,?M-s7.^vsbeck, le Watrvz und die beiden Tonnelet. Ihr hundertgradiger^Messer variirt von 9°,»4 bis 10°.sticke .. warmen Quellen von Chaudfontaine sind ebenfalls sehr be-und haben eine Temperatur von 32°,z«.

Tew„^Q^ Mineralquellen von Tongres, von denen die eine Quelle eine4 Ä'" die andere von 13° hat. . „

perat,,.. " Mineralquelle von Marimont im Hennegau hat eme Tem-Po» 48° Fahrenheit.