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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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774
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Eüropäisches Staatensystem.

große holländische Kanal, der von Amsterdam nach Helder zu demHafen Nieuwdiep 12 Meilen weit geht, im Jahre 1826 erst mit großemAufwande beendigt nnd für die größten Schiffe fahrbar ist. Zur Ebbe-zeit witd er im Helder durch eine große Dampfmaschine mit Wasserversehen.

Die See- und Meerbusen, meist durch Überströmungen der Deicheentstanden, sind: '

1) die znid er See. Sie ist 5»—66 Q.Meilen groß und von 1216bis 1282 entstanden.

2) Das J j, ein Meerbusen der znider See, woran Amsterdam ge-baut ist, ist 4 Stunden laug.

3) Der Biesbosch (Morast), der aus einer Anzahl kleiner Eilan-den besteht, ist bei der Überschwemmung von 1421 entstanden, wobei 72Dörfer verschwanden.

4) Der Dollart, zwischen Gröningen und Ost-Friesland, entstaubim Jahre 1277, wobei 44 Dörfer zu Grunde gingen, vergrößerte sich, bis1539 ein fester Deich dem Eindringen des Meeres Gränzen gesetzt hat-Seit jener Zeit hat man dem Meere wieder große Striche abgenommen,die in die fruchtbarsten Polder verwandelt worden sind.

5) Die lauwerzer See zwischen Gröningen und Friesland. I"

Gröningen findet man außerdem: das leekster, schildwolder und zuid-laarder Meer. Außerdem find noch bemerkenswcrth .

1) in Friesland: das Tjienke-, Sloter-, Heegster-, Sneker- n"dBergumermeer.

2) In Ober-Jjssel: das giethoornsche, duininger und blanke Meer-

3) In Holland: das harl emer Meer, welches 36,«66 rheinl.

gen groß ist, mit dem Jj in Verbindung steht und jetzt ausgetrocknetwird; um das ganze Meer legt man einen Ringgraben mit Deichenin welchem man die in das Meer mundenden Flüsse und Quellen e>mlenken und in die See abführen will; das Naardermeer, hvrster, braalmmer, lange und Legmeer. Außer diesen Busen findet man noch mehr^kleine Binnenseen.

3. Geologischer Charakter; Mineral-Erzeügnisse.

Da die Niederlande, wie wir bereits bemerkten, eine Fortsetzung ^norddeutschen Ebene ist, so bieten auch die Gebirgsarten wenigfaltigkeiten dar. Die vorherrschenden Gebilde machen das Diluvium " ,Alluvium. Ersteres besteht aus mächtigen und ausgedehnten Lag ^von Gerölle und Sand, welche die Ebene bis au das Ufer des ^bedecken, und mit Lehm und Mergellagern abwechseln. Da, wo sch ^den Sand durchsunken hat, bilden Lehm und Thon das Liegende. M ^würdig sind die Felsblöcke und großen Geschiebe, die man hie us ^findet. In der Haide von Ameröfoort und in der Provinz Utrecht ,men Granit- und Porphyrblöcke, welche den in Schweden ansteht' ^gleichnamigen Gesteinen entsprechen, vor. Von den Alluvialgcbildescheinen fast überall verbreitet: die Torf-, Moor- und Naseneisenste'düngen. Die Torfmoore find in ganz ebenen und wenig über den ^resspiegel erhabenen Gegenden allgemein verbreitet. — Dem Tertt« o ^birge gehört die Gegend um Maestricht an, wo man in den Hohle» ^Petersberges eine Menge Versteinerungen gesunden hat, u- a. auchsile Überreste eines großen urweltlichen Riesenthiers (einer Eidechse"" ...Außer den genannten Mineralien hat die Niederlande nur noch L>ee,