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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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Die Niederlande.

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Civil's Anführung sehr ehrenvoll bestanden. In der Folge kamen sie theilsals handelnde, theils als seefahrende Nationen oder Seeräuber vor, dieendlich sich den Römern unterwerfen mußten. Im V. Iah, Hunde, tkamen die Bataver und im VI. die Belgier unter die Herrschaft derFranken, die Friesen dagegen wurden erst im VII. Jahrhundert von denFranken besiegt. Nach dem Vertrage zu Verdun, 843, kamen Batavieirund Friesland zu Deutschland und wurden von Statthaltern regiert, diesich in der Folge unabhängig und ihre Provinzen erblich machten. Soentstanden die Grafen von Holland, Seeland, Utrecht, Ober-Jjssel,FrieSland, Groningen, Geldern» Drenthe, Brabant, Limburg, Namur,Hennegau, Flandern, Artois, Lüttich und Luxemburg, deßgleichen Bra-bant, welches 1V76 Gottfried von Bouillon erhielt, und Utrecht wurdeein Bisthum. Unter allen diesen Herrschern waren die Grafen vonFlandern die mächtigsten, und nachdem diese Grafschaft 1383 an dasHaus Burgund gefallen, setzte sich dieses in den Besitz der meistenGebiete der Niederlande. Der letzte Herzog von Burgund, Karl derKühne, verlor sein Leben in einer Schlacht mit den Schweizern. KarlsTochter Maria brachte durch ihre Vermählung mit dem ErzherzogeMaximilian die Niederlande an Östreich, und Karl der V., Maximi-lians Großsvhn, vereinigte 1548 auf dem Reichstage zu Augsburg dieNiederlande in so weit mit dem deutschen Reiche, daß er sie den bur-gundischen Kreis, den zehnten Theil Deutschlands nannte. Unter seinerRegierung verbreitete sich in den batavischen und belgischen Provinzen,wiewohl hart verfolgt, der Protestantismus. Karls Nachfolger, Phi-lipp H. (als Herr der Niederlande der III), in Spanien geboren, be-sam, hie Protestanten auf eine grausame Weise zu verfolgen, und durch°ie Inquisition sollte jede freie Religivnsübung ausgerottet werden.Auch seine Halbschwester, Margaretha von Parma, die er zur Oberstatt-halterin über die Niederlande eingesetzt hatte, und der schlaue Granvellapachten sich verhaßt. Da erwachte der Grimm des Volkes, und alsPhilipp seine Bestrebungen verunglücken sah, sandte er den blutgierigenAlba, unter dessen Henkerbeile die edelsten Häupter des Landes, Eg-Avnt und Horn, ihr Leben aushauchten; nur Prinz Wilhelm vonUranien entkam mit verschiedenen Edlen nach Deutschland, um mit^waffneter Hand wieder zu erscheinen, während Alba viele Tausende von-Nensche,, hinrichtete. Doch gestaltete sich der Krieg für die NiederländerÜblich auf eine glücklichere Weise. Viele der Geflüchtet«« und der um-berirrende» Krieger verschafften sich kleine Barken und trieben nunKaperei. Diese sogenannten Meergeusen thaten den Spaniern vielenschaden, eroberten viele Städte, und gegen das Ende des Jahres 1572^iten d'b meisten nördlichen Provinzen das Joch, welches sie in Knecht->chaft hielt, abgeworfen, und waren zu Wilhelm von Oranien überge-wogen. Von dieser Zeit an kannten die Graüel des Krieges keineg^mizen. Nicht Kind, nicht Greis wurde geschont, und Alba rühmteHinrichtung von 10,0VV Niederländern durch den Scharfrichter,d»"'??o durch die Soldaten, und zwar innerhalb 6 Jahren. Hartem,i ^.fürchterlichsten Hungersnoth preisgegeben, fiel endlich den 17. JuliTrld Hände des Feindes. Doch aller dieser Schrecknisse zum

gelang es Philipp nicht, die Niederländer zu unterjochen, da viel-saw F"iheit mächtiger um sich griff. Er fand es daher für rath-^ abzurufen und Ludwig von Zuniga und Requesens zu fernenmHfolgern zu erwählen. Die Schlacht auf der Mooker Halde fiel nrcht