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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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Das Königreich Portugal.

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ren her die Unterrichtsanstalten für die bildenden Künste und die Musik,so wie die ^ula. reZia ckv «lesend« e srelriteotura eivil für die Zeichen-und Baukunst und die ^ula reZia äe eseultura für die Kupferstecher-kunst, die jedoch ohne Bedeutung geblieben sind.

Die bedeutendsten Bibliotheken sind die königl. Bibliothek zu Lissa-bon mit etwa 9«,«««, die Universitätsbibliothek zu Coimbra mit etwa45,00« und die zu Evora mit 20,«00 Bänden. Aus den Klöstern hatMan außerdem im Jahre 1835 eine Centralbiblivthek von etwa 3v,vv«Bänden zusammengebracht, die in dem ehemaligen Kloster S. Franciscozu Lissabon aufgestellt ist« Unter den naturhistorischen Museen ist daskönigl. Museum zu Ajuda und das der Universität zu Coimbra das be-deütendste. An diesen beiden Orten sind auch die einzigen botanischenGärten Portugals. Sternwarten gibt es zu Coimbra und 4 zu Lissabon.

In artistischer Hinsicht haben sich die Portugiesen in der Ton-, Tanz-u»d theatralischen Kunst, weniger in der Bau- und Malerkunst ausge-zeichnet. Die Dichtkunst bat mehrere treffliche Muster auszuweisen, wiet. B. Francisco Saa de Miranda, -j- 1558, den unsterblichen Luis deCamoes, ch 1579, Antonio Fereira, ch 1569, Lobs und Manoel de Fa-ria e Souza^) u. s. w>, und in der Geschichte ist Joäo de Barros, -j-157«, berühmt.

Der Buchhandel, dieser Hebel der geistigen Kultur, liegt darniederUnd die Zahl der jährlich gedruckten Bücher übersteigt im DurchschnitrUwhl nicht 1VV. Politische Zeitungen gab es im Jahre 1835 l« »ndaußerdem 6 Zeitschriften andern Inhalts.

K. Blicke auf die politische Geschichte Portugals.

^ Portugal theilte bis zum eilften Jahrhundert gleiches Schicksal mitSpanien. Graf Heinrich von Burgund halte den christlichen Spaniern'm Kriege gegen die Araber geholfen und erhielt als Belohnung, vvmKönig Alfons VI. von Castilien, das zwischen dem Minho und Douroeroberte Land als eigene Grafschaft 1V94, vom Hafen Cale — Portoi-ale — Portugal genannt. Durch Eroberungen dehnte er das LandWeiter aus und sein Nachfolger Alfons I. wurde nach einem Siege überMaurische Könige zum König ausgerufen, gab im Jahre 1181 auf^m Reichstage zu Lamegv eine Verfassung und ordnete die Thronfolge.

Ferdinand VI. Tode (1383) kam mit Johann I. das neu-burgun-„stche Haus auf den Thron. Dieser Fürst gab dem Volke ein neues>">etzbucb, führte die christliche Zeitrechnung ein, begünstigte Schifffahrtud Wissenschaften, machte Lissabon zu seiner beständigen Residenz und, oberte Ceuta. Sein zweiter Sohn, Heinrich der Seefahrer, entdecktei^»E Puerrv Panto, 1419 Madeira, und später die azorischen Inseln;vv ^ssffte Gilianez über das Kap Non hinaus und entdeckte die KüsteIm Jahre 1444 und 1445 fand mau die Flüsse Senegalz, c. Gambia, das grüne Vorgebirge nebst den dabei befindlichen Inseln.Li ; Alfons V. kamen zum erstenmale portugiesische Schiffe über die""b zu Johann II. Zeit ward 148« von Diaz die Südspitze AfrikasUnter Emanuel fand 1498 Vasco de Gama den Seeweg nachentdeckte Brasilien, dessen Eroberung dem FlorentinerVespucci anheimfiel, und durch Gama, Almeica und besondersbeiln, wurden große Eroberungen in Ostindien gemacht, die Insel- die moluckischen uud maledivischen Inseln entdeckt, Goa 151« und

^ Bergt. 11 ps.ro»so l,nsit»v<r. Paris I82S. V. Bände. I- S.

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