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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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Das Königreich Portugal.

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Seit Sept. 1836 ist ein strenges Sparsystem eingeführt, und dieFolge muß zeigen, was es für Früchte bringen wird. Nach einem De-kret vom 2. Nov. 1810 soll durch Creirung neuer Sprvcentiger Obliga-tionen die ganze fremde Schuld nebst den rückständigen Dividenden kon-vertirt werden.

Die Central-Verwaltung vereinigt sich in dem Minister-Conseil,welches in oben genannte 6 Ministerien zerfällt, denen ein Präsidentvorgesetzt ist.

Portugals Kriegsmacht soll 21,560 Mann Infanterie, 3680 MannKavallerie und 2232 Mann Artillerie; die Flotte 2 Linienschiffe, 4 Fre-gatte^! , 6 Briggs rc. stark sein.

Festungen gibt es viele, doch sind die meisten verfallen. Festungenersten Ranges sind: Elvas, St. Juliaö bei Lissabon, Cascaes, Penichein Estremadura, Almeida in Beira und Valenxa in Minhv; Festungenzweiten Ranges: Jurumenba, Campo Mayor, MarvAo und Forte laGraxa in Alem-Tejo und Monsanto in Beira. Zeüghaüser befinden sichzu Lissabon, Porto und Elvas. Als sicherer Kriegshafen für alle Artenvon Kriegsschiffen besitzt Portugal in Eüropa nur einen einzigen in Lis-sabon, wo sich auch das Seearsenal, die Docken, Schiffswerft und meh-rere Hilfsanstalten befinden.

An Ritterorden ist Portugal sehr reich, sie sind: der Militär-Ver-dienst-Orden des heil. Benedikts von Avis, der Verdienst-Orden desheil. Jakobs vom Schwert, der Christus-Orden, der Thurm- und Schwert-Orden, der Orden der unbefleckten Empfängniß von Villa Vixosa, derOrden der heil. Jsabella und der Ritterorden Dom Pedros.

Diplomatischen Verkehr unterhält gegenwärtig Portugal mit Frank-reich, Belgien (Koburg-Gotha), England, Preußen, Italien, Brasi-lien u. s. w.

8. Topographie.

1. Provinz Älem-Lejo.

Sie gränzt im N. an Beira, im O. an Spanien, im W. an Estre-Nladura und an das Meer und im S. an Algarve.

^ Evora, St. auf einer Anhöhe in einer von Gebirgen umgebenenObene; 10,500 I., latein., rhetor. Schule und Schule für griech. Sprache,römische Alterthümer, Fabriken. — Elvas, St. und Festung mit 2starken Citadellen, philosophische Schule. 16,000 I. Fruchtbare Umge-hend. Kupfererze. — Beja, früher Pax Julia, darauf Augusta, St.auf einem Hügel, mit Mauern und Thürmen umgeben, Kastell. 9000 I.7? Estrem oz, St. mit verfallenen Festungswerken, Schloß. 7000 I. —portalegre, einst Portus Aacer, St. nicht weit von der spanischen^">nze, auf einem Hügel und durch Befestigungen gedeckt, Philosoph.^>chMe, Tuchfabriken, Kupfererze. 6700 I. — Ourique, St. mit 3000A Schlacht im I. 1139, wo Alfons I. die Araber schlug. — Campo-vcayvr, Festung 2000 I. — Montemor o Novo, St. mit ver-! ^urm Schlosse. 4200 I. — Villa Vixosa, befestigte St. mit ge-r-n^" Straßen; großer Palast, wo früher die Herzöge von Bragauxa5400 I., die Waaren aus Marmor und Thongeschirr liefern,"tola, St. an der Guadiana, auf hohem Berge. 4000 I. —^l>a, St. links an der Guadiana; Handel mit Spanien. 4600 I.

am Flusse gleichen Namens, mit verfallenen Mauern-nv -r.hurmen umgeben. 2000 I. — Crato, St. auf einer Anhöhe,