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Eärvpäisches Staatensystem.
Endlich gehören ncch zu Portugal die Inseln Timor und Solormit ihren Umgebungen. In dem 8" und ll" S. B. gelegen, in derNähe der Molucken, bringen sie Alles hervor, was auf dem ganzen in-dischen Archipelagus wächst.
1. Intel Timor.
Sie hat «ine Richtung von N.O. nach S.W. mit einer Ausdehnungvon 6« Legoas und 18 Legoas Breite, besitzt verschiedene Häfen und zer-fällt in die Provinzen Serviäo und Bellos, die durch einen Gebirgszugvon einander getrennt sind. Jahreszeiten gibt es zwei, eine nasse undeine trockene, und diese sind zu gleicher Zeit anzutreffen. Flüsse durch-'strömen das Land; der Boden ist sehr fruchlbar und bringt Getreide undGemüse im Überfluß hervor. Der Weinstock trägt zweimal und die Süd-früchte sind von ausgezeichneter Güte. Zu den vorzüglichsten Produktengehören das weiße, rothe und gelbe Sandelholz, Zimmt, Gewürznelken,Baumwolle, Taback, eine Art Niaxa, und das Wachs. Gold und Tom-bak, gediegenes Kupfer, Eisensteine, Schwefel, Salpeter/Perlen, Salz,Naphta (in dem Distrikte von Sammero Grande), heiße Quellen sindebenfalls zu finden. In den Wäldern trifft man viele Büffel, wildeSchafe, Schweine und besonders Pferde. Die Menschen sind ohne alleBildung, wollüstig, kriegerisch aber furchtsam, essen und trinken gern,und sind sehr lasterhaft.
Lifäo, St. und Sitz des Gouverneurs und eines Bischofs; mit ein-fachen Pallisaden, kleinem Graben und einer Steinmauer umgeben, wirdmeistens nur von den Abgaben der Timorianer, so wie von den Ein-nahmen in den Zollhaüsern erhalte,;. — Dilli, in der Provinz Bellos,befestigter Platz, wie Manaturo, Batngada, Mvtorrafa und Lautem.
2. Intel Solor,
auch Oende oder Flores genannt, hat eine Richtung von O. nachW., mit einer Erstreckung von 75 Legoas Länge und 13 Breite, undliegt 23 von Timor. Zunächst dieser Insel liegen die Inseln Solor Velho,Adorna und Oende Menor. Auf den 2 aüßersten Ostspitzeu von Neü*Solor sind 2 Vulkane. Der südliche heißt Labatove und der nördlicheLarantuca. Die Temperatur ist feucht, Erdbeben sind nicht selten undmitunter trifft man sehr ungesunde Gegenden. Viele Flüsse durchströmendas Land und auf Adornara gibt es heiße Quellen neben denen von kal-ten. Die Inseln bringen, wie Timor, Allerlei hervor, liefern aber mehrBaumwolle, Zimmt und Perlen; außerdem findet man hier die berühmte»indianischen Vogelnester, Schildkröten und Hirsche.
Larantuca, Fl., der beinahe ganz verlassen ist aus Mangel anPortugiesen und Missionarien, namentlich seitdem man die Fahrzeugder letzteren, womit sie von einer Insel zur andern fuhren, unterquester gelegt.
Auch diese Besitzungen nützen Portugal wenig und stehen auf demPunkte verloren zu gehen.