Das Königreich Spanien.
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' Sehr wichtig ist die Fabrikation des Tabacks, besonders desSchnupf-tabacks und der Cigarren, welche letzteren in großer Menge konsnmirtwerden. Die bedeutendsten Cigarren-Manufaktnren sind zu Malaga undSevilla. Erstere beschäftigt 6»0 Personen, Weiber und Kinder, letz-tere Ivvv Männer und 1600 Weiber. Diese 260V Menschen liefern un-gefähr 250 Stück jede des Tages, zusammen also 650,«vv. Die bestenCigarren werden ganz aus Havana-Taback gemacht und die zweite Sortewird aus gemischtem Taback fabricirt, innen aus Havatta-Blättern, außenaus virginischen.
Die Zucker-Raffinerien sind in Spanien von unbedeutendem Um-fange, weil nicht so viel Zucker als in andern Ländern gebraucht wird.Das Hauptgetränk ist nämlich die Chocolade; Kaffee trinkt man nur inden größeren Städten und Thee nur ausnahmsweise. Die Raffinerienzu Madrid, Malaga, Barcelona, Santander und Cadiz liefern auchnicht vollständig den Bedarf. Große Branntweinbrennereien befindensich in den Handelsstädten von Catalonien, Valencia, Murcia, Aragv-nien und den balkarischen Inseln. Cyberwein wird nur in den baöki-schen Provinzen bereitet und Bierbrauereien trifft man als Seltenheit inNord-Spanien an.
Ungeachtet der günstigen Lage, welche Spanien von der Natur hat,ist der Handel doch sehr beschränkt, indem derselbe immer mehr in dieHände der Ausländer geräth; hiezu kommt noch, daß dem innern Ver-kehr durch die innere Natur des Landes in mehreren Provinzen Hinder-nisse in den Weg gelegt sind, an deren Wegraümung bisher noch weniggedacht worden ist. Doch gestalten sich die Handeleverhältnisse jetzt vor-theilhafter, als man auf den ersten Blick glauben sollte. Allerdingswurden sonst jährlich gegen 5v Mill. Thlr. in baarem Gelde nach Spa-nien eingeführt; aber das Meiste ging für fremde Waaren für die Ko-lonien wieder außer Landes. Dagegen beträgt jetzt schon der Einfuhr-handel über 29 Mill. Thlr. und der Ausfuhrhandel gegen 17 Mill. Thlr.,fo daß auf jeden Spanier beinahe 2Thlr. von der Einfuhr und I'/-Thlr.Non der Ausfuhr kommt. Von dem gesammten Handel kommt auf jedenSpanier wenigstens 5 Thlr.
Der Seehandel hat sehr abgenommen. Die Einfuhr besteht in^aumwollenwaaren, Lein-, Seiden-, Glaswaaren, Steingut» Manu-^ktnr-Waare„, ferner in roher Baumwolle, Hanf, Flachs, Holz, roheLaute, Zucker, Kakao, Kaffee, Gewürzen, Reis, Weizen, Olivenöl,Mucker, Käse und eingesalzenen Fischen. Die Ausfuhr besteht in Ma-"ufakturrvaaren, besonders in Seiden-, wollenen Waaren, Papier, Ta-L"en, Darmsaiten, Eisenwaaren, Zwirnspitzen, Blei, Quecksilber, roheAolle und Seide, Korkholz, Wein, Branntwein, Südfrüchte, Rosinen,b/?"l>eln, Lambertsnüsse, Bohnen, Kichererbsen, Mehl u. dgl. m. Amz, Eutendsten ist jetzt der Handel Spaniens mit Frankreich, jährlich überNn' mit England 9 Mill., Sardinien 2 Mill., Portugal 2'/- Mill.,d ord-A„,erika I'/- Mill., so wie mit den Hanseeftädten. Der Landhan-' Macht nur '/§ des ganzen Handels aus.
C...Die wichtigsten Koncentrationspunkte des spanischen Seehanbels sind:Bn» l dessen Hafen 1827 überhaupt 1147 Schiffe eingelaufen waren.Küa" dessen Handelsverkehr sich jedoch mehr auf die vaterländljchenlan?" ^schränkt und in dessen Hafen 1826 3844 Sckiffe einliefen; Ma-in ?*isen Hafen 1827 1836 Schiffe einliefen; Almeria; Allcante,dessen Hafen 1831 157 fremde Schiffe einliefen; Cartagena, Puerto