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EüropZisches Staatensystem.
führt; 2000 I. Meir ngen, Fl. im Amte Ober-HaSli, rechts an derAar, über welche eine Brücke stlhrt; 650 I. Ganz in der Nähe derNeichenbach, dessen 5 Fälle mit brausendem Getose in fürchterlicheSchlünde hinabstürzen. Sannen, Fl. in einer lieblichen Ebene, zwi-schen fruchtbaren Bergabhängen, im sogenannten Saanenlande, wo vor-zügliches Rindvieh gezogen wird. Bereitung des Fätscherie- (Schmier-)Käses; 3006 I. Lauenen, 3866 Fuß über dem Meere, Drf. in einemreizenden und romantischen Thäte. Gnggisberg, Drf. im AmteSchwarzenberg, rechts an der Sense, dessen Inwohner eine eigenthüm-liche Kleidertracht haben. Gurnigel, im Amte Seftingen» am nördl.Fuße des GurnigelbergeS, besuchtes Bad, dessen Quellen die stärkstenim Kanton Bern sind. Langn au, Fl. im Amte Signau, 2126 Fußüber dem Meere, an der Jlfis, hübsch gebaut, großes Armenhaus.Weissenburg, im Amte Simmenthal. Bad in einer tiefen Schlucht,welches viel besucht wird. Lenk, 3346 Fuß über dem Meere, Drf. ineinem wunderschönen Thale, in dessen Nähe die Simme mehrere Wasser-fälle bildet. Thun, St. auf beiden Seiten der Aar, V» M. vomgleichnamigen See, Lat. 46° 45' 36", Long. 25° 17' 27", 1786 Fußüber dem Meere, in einer sehr reizenden Gegend, ist alt und hat gegen5666 I.; Schloß. In der Nähe: Blumenstein, besuchter Badeort.Wangen, kl. St. am rechten Ufer der Aar, über welche eine Brückeführt; Schloß; 1446 I. Herzogenbuchsee, Drf. mit Jahrmärkten;Spuren römischer Alterthümer. Münster oder Montier, Fl. linksan der Birs, im gleichnamigen Thale; Schloß.. Delsberg oder Dele-mont, kl. aber hübsche St. auf einer Anhöhe links der Sorne, überwelche 2 Brücken führen, Lat. 47° 22', Long. 25°, 1376 Fuß über demMeere; Schloß; 1566 I. Pruntrut oder Porrentruy, kl. St., 1496Fuß über dem Meere; 1896 I., die Leder liefern. S. Ur sänne, kl.St. rechts am DoubS, altes Schloß; 966 I. Viel oder Bienne» kl.St. am See gl. Namens, Lat. 47° 8' 46", Long. 24° 54', an einemArme der Süß, hat eine sehr schöne Lage, Gymnasium; 3956 I. Be-rühmte noch »«ergründete Quelle, welche die Stadtbrunnen mit Wasserversorgt. In der Umgegend Spuren röm. Alterthümer und viele Ver-steinerungen.
5. Kanton Freiburg ober Frybourg.
Er gränzt im N. und O. an den Kanton Bern, im W. an denNeüenburger-See und an den Kanton Waadt, und im S. ebenfallsan Waadt, ist 26,, O.M. groß, hat 91,145 I. und ist in 13 Bezirkegetheilt.
Freiburg oder Frybourg, Hauptort des Kantonö, Lat. 46° 48 '27", Long. 24 ° 49 ' 19", in einer wilden, von hohen, steilen Felsen zer-rissenen Gegend, zum Theil im engen Thale, zum Theil an einem hlllund wieder senkrechten Sandsteinfelsen, links an der Saane, über welche2 steinerne, 1 hölzerne und eine 276 Metres lange Drahtbrücke führen»7964 I. in der Stadt und 526 im Weichbilde. Die Stadt wird vollRingmauern mit Thürmen umgeben und hat 5 Thore. Merkwürdigsind: die gothische Stifts- und Pfarrkirche zu St. Nikolas, mit dem266 Fuß hohen Thurme und einer Orgel von Aloys Mooser; die Jesm-tenkirche, neben welcher sich ihr Kloster oder Kollegium, das Gymnasium,die neue Akademie, das Pensionat der Jesuiten und das Priester-Sem>-nar befinden; die Lorettokapelle, das Rathhaus mit einer im I- 148»