Das Königreich Neapel und Sicilien.
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lang und 5VÜ Schritte breit, scheint ein ungeheürer Krater gewesen zusein. Sie wird von einigen Hundert Menschen bewohnt. S. Stcfano,ein Kegel aus Lava von 2 Miglien Umfang. Zanone, eine Miglieim Viereck, mit Trümmern eines alten Klosters.
L. Die Insel Sicilien.
I. Provinz Catania.
Sie gränzt im N. an Messina, im O. an das jonische Meer, imW. an Palermo und Calta nisetka, und im S. an Siracusa.
Catania, am südl. Abhänge des Ätna und am Meere, die bedeu-tendste und volkreichste St. der Insel nach Palermo, hat oft durch Erd-beben gelitten, ist aber immer wieder neu erstanden; 60,oo« I. Breiteund gerade Straßen, geräumige Plätze, die mit Springbrunnen verziertfind, Sitz eines Bischofs, Handels- und Appellationsgerichts; Kathe-drale, Kloster des heil. Nicolo mit schätzbaren Sammlungen, Bibliothek;Univerfität, Museum des Prinzen von Biscari, Überreste eines Amphi-theaters und anderer Alterthümer. Handel mit Seife und Getreide.Aci reale, regelmäßig gebaute und befestigte St., am südöstl. Abhängedes Ätna auf einem Lavaberge; 15,000 I. Leinweberei, Messerfabriken,berühmte Mineralquellen. In der Nähe die Höhle des Polyphem, dieGrotte der Galathea und des Felsens, unter welchem Acis zerschmettertwurde. Calatagirone, auf einem Berge gelegene St., an dessenFuße der Terrenova fließt; 2300 I. Dom, alter normännischer Thurm,alrgriechische Gräber. Agosta, St., wurde durch Erdbeben zu einerInsel gemacht, die durch Zugbrücken mit dem Lande wieder verbundenward; 9000 I. Hafen, Handel mit Hl, Wein, Salz und Fischen. Ni»cosia, schlecht gebaute St.; 12,800 I. Altes Schloß, Steinölquellen,schwefelhaltige Mineralquellen, Steinsalzgruben. Paterno, St. amlinken Ufer des Giaretta; 10,000 I. Mineralquellen, Traina, aufeinem Berge gelegene St. Schloß; 7000 I.
2. Provinz Caltanilrtta.
Sie gränzt im N. an Palermo, im O. an Catania, im W. anGirgenti und im S. an das mittelländische Meer.
Calta nisetta, Hptst. mit regelmäßigen Straßen, festem Schlosse,in sehr fruchtbarer Gegend. Ol- und Olivenbau, Schwefelgruben ; 17,000I. Alicata, St. am Ausflüsse des Salso. Felsenschloß, Handel; 11,800I. Castro Giovanni, St. in fruchtbarer Gegend. Gymnasium,Steinsalzbrüche; 12,000 I. Terranuova, St. an der Mündung desFlusses gl. Namens. Seichter Hafen, Baumwollen- und Getreidebau,Soda; 10,200 I.
3. Provinz Girgenti.
Sie gränzt im R. an Palermo, im O. und S.O. an Ealtanisetta,im S.W. an Lrapani, und im S. an das mittelländische Meer.
^ Girgenti (Agrigentum), Hptst. zwischen den Flüssen Drago undNaro, Lat. 37° 15' 39", Long. 31« 12' 25", auf einem Berge gelegen.Sitz eines Bischofs, Domkirche mit merkwürdigem Echo, Bibliothek,Münzkabinet, Alterthümer, Grabmäler, Wasserleitungen; 14,000 I.Geburtsort des Empedokles, Kreon und Xenokrates. Hinter dieser Stadtbeginnt der unwirthlichste Theil Siciliens. Sciacca, St. auf steilemFelsen am Meere; i2,ooo I. Kathedrale, altes Kastell, großer Getreide-