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Eüropäisches Staatensystem.
2vvü I. In der Nähe die berühmte Aeolusgrvtte in einem Kalkfelsen.Panvrmos, der einzige ganz sichere Hafen der Insel mit Sanilätsge-baüde und 25VV I. S. Nikolo, tzauptort und Haupthafen an eineroffenen Rhede; enge Straßen, aber gut gebaute Häuser; 4VVV I. Ti-nas, St., Reste einer alten Stadmauer, 2 katholische Kirchen, einFranciskanerkloster; Kirche des Panagia in freündlicher Lage in geringerEntfernung von der Stadt, Wallfahrtsort. Lynara, Dorf und Sitzdes katholischen Bischofs, woselbst sich auch ein geistliches Seminar be-findet. Im Ganzen sind auf der Jnsck 27 katholische Dörfer mit 800«Katholiken. Andros, die nördlichste und größte Insel der Kykladen,4'/- Q.M. groß, besteht aus Glimmerschiefer, hat Kalklager, Serpentin-kuppen und kahle Bergrücken, auf deren Abhängen jedoch guter Weinwächst Die hohe Bergkette theilt die Insel in zwei Theile; die Thälersind fruchtbar, reichlich mit Wasser versehen, und das Klima ist imGanzen gesund. Der Boden liefert Gerste, Wein, Öl, Citronen, Bir-nen, Äpfel, Pfirsiche, Mandeln, Wallnüsse, Maulbeeren, Feigen n.s.w.Von nützlichen Hausthieren hält man Rindvieh, Schafe, Ziegen undSchweine, Im September und Oktober gibt es reiche Jagd von Wach-teln und Tauben. Rebhühner sind in großer Menge vorhanden. Diegiftige Viper Oomnwchtes ist hier sehr häufig. Die Bevölkerung zähltüber 15,2«« Seelen und besteht aus Bauern, Seefahrern, Dienstbotenund.Handelsleuten. Andros, Hptstdt. auf der Ostküste, mit ziemlichgeräumigem Hafen, Sitz des Gouverneurs und eines griechischen Bi-schofs. Arna, Dorf mit 7 Kirchen, im Norden der Insel. AgiosNikolas, Kloster mit reicher Kirche. Panaju, sehr reiches Klostermit schöner Kirche, schönen Gärten vortrefflichem Wasser rc. KatoKastron, westlich von Andros, bedeutendes Dorf.
23. Gouvernement Thera.
Es besteht ebenfalls aus mehreren Inseln. Thera oder Santorin,eine 3'/, Q.M. große Insel, die ganz aus vulkanischen Produkten be-steht, bis auf die Südoftseite, wo weißer Kalk die höchste Kuppe bildet.Der höchste Punkt ist der sich mehr als 180« Fuß über das Meer erhe-bende St. Eliasberg, von welchem die Vorgebirge Stephanos und Exo-mytis ausgehen. Der Boden bringt trefflichen Wein, Gerste und Ge-müse hervor, und von Hausthieren findet man Pferde, Maulesel, Esel,Rindvieh, Schafe, Ziegen und Schweine. Die I4,5«v I. treiben vielWeinbau, Fischfang und Wachtelfang. Viele Alterthümer. Theraoder Thira, Hptstdt., Sitz der Behörden, Hospital. Apanomeria,mit schlechtem Hafen. Neo-Kaimeni, eine Insel, die noch nackterBasalt und Schlacke ist, ohne vegetabilische Erde. Eisenhaltige Quelle.Paläskaimeni, eine Insel, die schon verschiedene Pflanzen trägt.Aspronisi, eine Insel, die ein Überrest eines alten großen Kraters zusein scheint. Therasia, eine Insel, die Getreide, Wein, Baumwolleund Feigen hervorbringt, und die von 445 Menschen bewohnt wird.Anaphi, die südöstlichste der Kykladen, I Q.M. groß, ist im Ganzenkahl, hat aber fruchtbare Thäler und liefert Weizen, Gerste, Zwiebeln,Feigen und Honig. Auf dem Gipfel eines Berges, um ein venetiani-sches Schloß, leben in einem einzigen Flecken 5vo Menschen. Die Inselhat Alterthümer. In der Nähe liegen die unbewohnten Inseln Phtina,Pachia und Makria. Nio, sonst Jvs genannt, zwischen Sikinound Amorgo, nördlich von Santorin, eine l'/, Meile große Insel, die