Vorerinneeung
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Dem Plane gemäß, welcher in dem Vorworte zu meinemLehrbuche der allgemeinen Botanik angedeutet worden, erscheint hier,als Anhang desselben nnd zugleich für sich abgeschlossen, die bota-nische Kunstsprache in Form eines Wörterbuches, über dessen Um-fang ich mich schon (Lehrb. 3. Abth. S. 414) ausgesprochen habe;doch möchte es nicht unzweckdienlich seyn, in dieser Beziehung nocheinige Bemerkungen vorauszuschicken. Es sind zwar die wichtigeren,in den Diagnosen und Beschreibungen der bessern und mehr allge-mein bennzten phytographischcn Werke vorkommenden Ausdrückeziemlich vollständig gesammelt worden; von den vielen neuen Aus-drücken aber, welche durch mehrere französische Schriftsteller (z. B.Desvaux, Dutrochet und Dumortier) ausgestellt wurden,sind hier nur solche erklärt, die auch iu Deutschland in einigeSchriften Eingang fanden, oder die sich wirklich als gut und brauch-bar erweisen. Eben so wurden von den zahlreichen neugebildeten,meist aus der griechischen Sprache entlehnten Ausdrücken, derensich mehrere namhafte vaterländische und andere Schriftsteller (wirWallroth, Agardh u. a. m.) iu ihren Beschreibungen der kryp-togamischen Gewächse bedienen, nur diejenigen aufgenommen, welchefür die Organe selbst oder ihre wichtigsten Verhältnisse gelten, undderen Erklärung zum Verstehen der Schriften jener Autoren un-umgänglich nöthig war; die übrigen müssen in meinem großemHandbuche der botanischen Terminologie nachgesehen werden, daihre Aufzählung hier zu weit geführt haben würde. Ausgeschlossenwurden ferner die physiologischen und phytonomischcn Ausdrücke,die nicht in den gewöhnlichen Abrissen der Pflanzen gebraucht