Buch 
5 (1839) Anhang enthaltend die botanische Kunstsprache in Form eines Wörterbuches / von Gottl. Wilhelm Bischoff
Entstehung
Seite
8
JPEG-Download
 

8

rrecessiorrm »cot^lecioneuL.

uccessoriu«, accessvrisch, gleichsam als Nebensache vorbanden; Parte«llcce««vr>»e , Nebent heile, vr^sn» ucccssoris, Nebenorgane,Theile, die nur bei manchen Pflanzen oder an gewissen Organen,so zu sagen als Zugabe, vorkommen, wie die Haare, Drüsen,' Sta-cheln u. s. w., oder als veränderte, von der typischen Bildung ab-weichende Formen äußerer Organe auftreten, wie die Ranken, Dor-nen und Grannen; ^rmmse aceec««»,iue, Beiknvspen, die seit-lichen, um eine Hauptknospe und mit dieser aus demselben Blattwinkelentspringenden Knospen.

ucere-wen«, fortwachsen d, zunehmend an Masse, z. B. der Eierstvck bisznr Fruchtreife, der Kelch bei kl>^«ali«, das Perigon bei Ltriplex;

f. »uctus.

sccretu«, angewachsen, gleichbedeutend mit aäusttt«.

uceumkx-n«, ^1) aneinanderliegend, mit den Seitenflächen sich be-rührend, z B. die Plättchen der Narbe bei Hcsperi«, Digitalis undOratioia; 2) anliegend, wenn zwei so aneinanderliegende Theilemit ihrem Rande einen dritten berühren: cot^le-ivue« ->ccumk>ente»,anliegende Samenlappen, an deren Rändern das aufwärts ge-krümmte Keimwürzelchen anliegt; z. B. bei der Bohne, bei Ck'ci-rsntlius; vergl. plcurorbixu«.

»eerosu«; kolium acerosum, Nadelblatt, ein starres, linealisches oderpfriemliches, meist auch im Winter grün bleibendes Blatt der darnachgenannten Nadelhölzer (pls»tss.-><e,»«««).- die Fichten, Kiefern,Wachholderartcn; «>Iva scerosa, Nadelholzwald, Nadelwald.

«cetsbulikui-inis , napfförmig putcUack«, >ui« , z. B. der Kranz bei

diarcissu« pactieu« und di. racliitloru«.

Kebsen» und

Lcbeniui», die Schließfrucht, Achäne, Achene, Kernkapsel, eineeinsamige oder zweisamige (und dann bei der Reife in zwei Hälftenzerfallende), trockene, nicht aufspringende Frucht, welche aus einemmit der Röhre des Kelches oder P*eriqons verwachsenen Eierstockentstanden ist, und häufig noch den bleibenden Saum der ersternträgt, z. B bei Vaieria»», bei Korbblütbigen (Syngeneflsten-, Rubia-ceen und Doldenpflanzen.

lwliious, farblos; s. ilecolor.

aciculsri«, 1) nadelförmig, von Gestalt einer Nadel; 2) nadelspitz,in eine nadelähnliche Spitze ausgehend; wird besonders bei Äaaren,Borsten, Stacheln u. s. w. gebraucht. Or^stslli aciculsre«, nadei-förmige oder spießige Krystalle, in den Zellen der Aloe-Arten.

«eieulstus, nadelstreifig, mit feinen unregelmäßigen Streifen, wie miteiner Nadel gerizt; (wenig gebr.).

Leie«, die Kante, Schneide, der Krath, der Körperwinkel, welcherdurch zwei zusammenstoßende Seiten eines Stengels, stielartigenTheils u. s. w. gebildet wird. Vergl. ^n^ulus.

»cinacikorm!« , säbelförmig; kolium »cinscisorme , ein ungleichseitig-dreischneidiges Blatt, welches gegen die Spitze etwas gekrümmt ist,wie bei lVlesenchr^untbemum uciuaclkorme.

Kein»«, das Steinbeerchen, Stein früchtchen, ein saftiges mit ei-nem harten Kerne versehenes Früchtchen, wie deren mehrere in derFrucht der Himbeere und Brombeere (Kuli»«) vereinigt find.

acotxltchonc»«, samenlappenlos, keimblattlos, akotyledonisch,wird nicht blos von einem Keim ohne deutlich gesonderte Samen-lappen, wie bei Otriculari» und l-ecxtkis, sondern auch von Same»