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5 (1839) Anhang enthaltend die botanische Kunstsprache in Form eines Wörterbuches / von Gottl. Wilhelm Bischoff
Entstehung
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Entsteig. snticus.

Fruchtkrvne, die an ihrem Ende kolbig verdickt sind, wie bei Vu»-pbaliuin äioicum; (wenig gebräuchlich).

>ntI»-lL, die Spiere, ein Blüthenstand, dessen Hauptzweige nach Arteines Ebenstraußes (Ooi-Midus- abwechselnd aus einer gemeinschaft-lichen Achse, oder nach Art einer Trugdolde <6^,«») dicht un-ter einer Gipfelblüthe entspringen, wobei die untersten Zweige län-ger als die ander», alle aber über die Gipselblüthe hinausragendsind. Solche übergipfelte Blüthenstände finden sich'vor-züglich bei den Gattungen ckuncus und 6ux»la, bei 8oirpu», s^lvsti-cu», Oxperua lonAU8 und andern Cyperaceen.

^ntliemium, der Blust, Inkloresoentia, Blüthen stand.

^ntiiera, der Staubbeutel, Staubkolben, das Staubkölbchen,die Antbere, der wesentliche Theil eines vollkommenen Staubge-fäßes oder männlichen Organes, welcher den Blüthenstaub (Pol-len) einschließt.

»atberirliUer , antheri dientr agend, die Befrnchtungskvlben (Anthe-ridien) unterstützend oder einschließend: clixeu« antbericliiker, dieAntheridienscheibe, ein ungestielter, auf dem Laube mancherLebermoose (z. B. bei Oanvcspbalu«) vorkommender, scheibenförmigerKörper, in dessen Substanz die genannten Tbeile eingesenkt find;oopitulum sntlieiilliikernm ^ das A n theridienkö p fchen, ein ähn-licher, aber auf einem Stiele emporgehobener Körper, z. B. bei denmännl. Pflanzen von lviarvliantia polz'invrpbL.

Xntliei-idium, der Befruchtungskolben, die Antberidie, ein sack-vder kolbenförmiger Theil, welcher bei manchen kryptoqaiuischen Ge-wächsen (namentlich bei Moosen und Lebermoosen) vorkommt undden Antheren der Phanerogamen zu entsprechen scheint. Man hatauch schon die Antheren der Asklepiadeen so genannt, und Agardhbelegte die zarten, kolbigen, aus zahlreichen Kügelchen bestehendenKörper, die sich bei einigen Algen (Polysipbouis-Arteni finden, mitdiesem Namen.

^ntlie8>8, das Aufblühen oder eigentlich das Offen seyn derBlüthe,der Zeitpunkt der völligen Entfaltung der Blüthe, wo die Befruch-tung zu geschehen pflegt.

Xntlioäi'om, in feiner ursprünglichen Anwendung (bei Ehrhart) Planeomposi«»8 Lrnn. zusammengesezte Blüthe, oder OalatbicliumBlü thenk örbchen; durch eine spätere Verwechselung (vonWilldenow, Sprengel u. A.) 6al^x communi« /.in«. ge-meinschaftlicher Kelch, oder perieliuiui» Hüllkelch;

s. diese Wörter.

^ntliopliorium, 6^»o«temium, Befruchtungssäule.

^lltkopliorum, der B lu men träger, ein stielarliger Stempelträger (s.6y»osibn^um>. welcher mit dem untern Theile des Blumen- undStaubfadenkreises überzogen ist, z. B. bei 8iles und 6uoub»lus,(wenig gebräuchlich).

!»ntlirseinu.>i, kohlschwarz, bläulichschwarz.

^ntburu«, der Schweif oder Blütheuschweif, ein (ihren- oder rispcn-förmiger Blüthenstand, dessen Spindel mit Blütheuknäuelchen (oftsehr dicht) besczt ist, z. B. bei L.m»ran(In,8 osndotus und retro-1Iexu8, bei lllienopoclium »lbum, 6b. opulikolium U. s w.

Lnticu«, l) der vordere; 2 ) vorderständig: apotbooium »ntioum,eine vorderständiqe Flechtenfrucht, welche auf der vordemoder obern Fläche des Lagers befindlich ist, wie bei keltixerL «mia»und den meisten übrigen Flechten.