Österreichische Monarchie.
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wird; wodurch jedoch nicht Lokal-Namen ausgeschlossen worden sind, wieVlashitchä und Schucßnize u. s. w. gegen Norden, und Pecshevichc undVellebichc Planine gegen Westen. Das ganze Gebirge bis zur Hohedes Diuari besteht aus lauter nackten Bergkvppcn, die, von einem derhöheren Gipfel betrachtet, mit den Wogen eines aufgeregten Meeres,dem aüßern Ansehen nach, verglichen werden können. Alle diese Koppenschließen kleine Thäler ein, von welchen nur diejenigen offen sind, dieetwas beträchliche Flüsse durchschnitten haben. Wenn man gegen dasMeer nach dem unfern Sebenicv in Dalmaticn gelegenen Berge TartanHinsicht, so glaubt man eine schöne Ebene unter sich zu haben; alleinnichts tauscht mehr wie diese Ansicht, denn das ganze Land ist mit einerUnzahl, oft ganz kahler Hügel, erfüllt, welche staffelweise von einigenMeilen zu Meilen, theils gegen die Küste des Adriatischen Meeres, theilsgegen Norden zur großen Ebene abfallen, die von der Sau und derKulpa durchschnitten wird. Don Norden nach Süden gezählt, folgen dieausgezeichnetsten Berge der Dinarischcn Alpen so aufeinander: TclcnkaDraga, zwischen Fiume und Karlstadt 210 l Fuß, die Kapella oderPlitvicza 2924 Fuß, der Kleck au der obern Dvbra (in Lat. 45° 5',Long. 12° 45') 6500 Fuß; Velika Viscohicza 4338 Fuß und der Ba-dany 4161 Fuß, beide Gipfel aus den Vellebiche Planine; die Plissavicza-Berge 5550 Fuß, dann der Diuari 7VV0 Fuß, der Prvlvqh 4200 Fuß,der Biocova 4878 Fuß, und ganz im Süden von Dalmatien der Dubv-viza, an der Gränze von Montenegro. Auch die Inseln von der dalma-tinischckrvatischcn Küste erheben sich, als ehemalige Bestandtheile desGebirges, zu ansehnlicher Hohe: die Insel Melcda 1800 Fuß, der BergOsserv auf Losssni 1795 Fuß und der Berg Syö auf Ehersv 1795 Fußüber dem Meere.
Der nördliche Theil des Lvmbardischcn Königreichs ist von Zweigender Central-Alpen angefüllt. Unter ihnen treten, ganz besonders durchihre Nähe an die lvmbardische Ebene, hervor: der Monte dclla Grigna7428 Fuß, am östlichen Arm des Sees von Leccv, zwischen der Val-Sasstna, und der Monte Legnvne, am obern Corner See, am linkenAusfluß der Abd.r 8010 Fuß über dem Meere. Gegen das Venetia-nische Königreich senken sich zum Theil ebenfalls noch die Central-Alpen,meistens aber die östlichen Alpen. In diesem Lande sind zu bemerken:der Monte Baldo 6858 Fuß, der Monte Liser 5134 Fuß, der Tomba5590 Fuß, der St. Mauro 4727 Fuß und der Monte Sumanv 3937Fnß über dem Meere.
Von den letzten Stufen der südlichen Alpenrcihen, durch die Ebenedclle Tavcrnelle völlig getrennt, erheben sich in der Venetianischcn Ebene,als isolirte Gruppen, die Beri sehen und Eüganeischcn Hügel,welche die großen Flächen der Lombardie von denen Friauls scheiden.Diese Höhen sind unter sich durch die Ebene Bisato abgesondert. DerMonte Venta, eine Spitze des Eügancischen Gebirges, ist 1761 Fußhoch. —
Auf der Nord- und Ostseite vorn Donau-Thale, und auf der SüL-seite von den so eben genannten Flächen des Lombardisch-VcnetianischcnKönigreichs bcgränzt, sendet das Österreichische Atpengcbirge alle seine