956
Europäisches Staateiisyilei»,
haltend, der längs der dalmatischen und der türkischen Gränze sich erstreckt;darin: — Goszpich, ein Flecken am Novchiza-Flusse, 1000 I., wodas Stabsquartier dieses Regiments, so wie der Sitz des Brigadiersüber das Lukaner und das folgende Regiment sich befindet.
161. Der Ottochaner Regiments-Bezirk, mit dem Stabs-quartier zu Ottochacz, Mkt. an der Gacska, mit zwei Schlossern. —Zengg (slav. Seny, italiän. Seguia), Seestadt und Freitzafen am Adria-tischen Meere, 2500 I. Sitz eines kathvl. Bischofs, Seminar und Ly-ceum, Domns Emcritvrum. Lebhafter Handel und nicht bcdeütende Rhc-derei mit 31 Schiffen. Eben so viel hat auch die Seestadt und derFreihafen Carlobago, am Morlachischen Kanal, die gleichfalls einenlebhaften Handelsverkehr hat. Jablauacz und St. Giorgio sindzwei andere Hafenorte an der Küste der Militairgränze.
162. Der Oguliner Regiments-Bezirk: Stabsquartier Ogu-lin, Mkt. uud Schloß an der Dobra. Im D. Plashky hat der grie-chische Bischof von Karlstadt seinen Sitz.
163. Der Szluiner Regiments-Bezirk, nach einem kleinenOrte dieses Namens genannt, das Stabsquartier befindet sich aber inKarlstadt.
(b) Banat - Gränze.
164. B ez irk des er sten B a n a t-Reg i m en t s, darin der Stabs-ort Glina, Mkt. am Zusammenfluß der Gliua uud Maja, mit 1584 I.In der Nachbarschaft ist das Mincralbad Tvpuszko, dessen Quellen 57'/-°bis 60° Cent. Wärme haben.
165. Bezirk des zweiten B a n at-R cg im ents, mit demStabsort Petrinia, wo auch der Brigadcstab beider Bauat-Negimentergarnisvnirt. Petrinia ist eine lebhafte Stadt an der Mündung der Glinain die Kulpa. Sie hat 4364 I., ein Schloß, I kathvl. und 1 griech.Kirche. Kosztai n icza, St. und Schloß an der Unna, 3l47 Z. Hanpt-Eingangs- (oder wie die Österreicher im Kurialstyl sagen: Haupt-Ein-bruchs-) Ort für türkische Waaren. Dubicza, D. der gleichnamigen tür-kischen Festung gegenüber.
(e) Warasdiner Gränze.
166. Regiments-Bezirk Kreüz; darin: Jvanich, befestigtesStädtchen an der Lvynia mit 700 Z.
167. Regiments-Bezirk Sz. Gyvrgy; darin: Stabs- undBrigadestabsqnartier beider Warasdiner Regimenter: Bellovar, schönund regelmäßig gebaute St. mit 2133 Z., Piaristcn-Kollcgium, Haupt-schule, Seidenspinnerei. Sz. György, von dem dies Regiment seine»Namen trägt, und das auch vordem das Stabsquartier desselben war,liegt auf der großen Ebene des Drauthals.
(13) Der Bezirk des Slavonischen Generalatö
ist der mittlere der eigentlichen Militairgränze (ohne die siebenbürgischcGränze zu rechnen) und besteht aus drei NegimentS- und einem Batail-lvns-Bezirk.