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Anleitung auf die nützlichste und genussvollste Art die Schweiz zu bereisen / von J.G. Ebel ; im Auszuge ganz neu bearb. von G. v. Escher
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Münzen.

gewöhnlich nur zu 10 Reichsbalzcn. Der Gulden wird in 15 Illz.,oder in 20 Groschen , oder in 60 Kreuzer gclheill; der Kreuzer hat4-Pfennige oder 8 Heller. Eigene Münzen sind : Fünfbalzenslücke,halbe und ganze Itatzcn , und Kreuzer nach eidgenössischem Kussegeprägt. Fremde Sorten : franz. Louisdor 1111. Itcichsgeld , N'apo-leonsdor 911. 17 Kr., Brabanlcrthaler 211. 42 Kr., FünfTrankenlhaler211. 20 Kr. (Hei der Circulalion gehen an 40 guten Schweizerbalzenstets 5 Kr., und an 40 Zürchcrschillingen sogar 6 Kr. verloren.)

Unterwalden rechnet nach dem eidgenössischen Miinzfuss in Fran-ken , Hatzen, Kappen, oder nach dem Luzernischen in Gulden,Schilling, Angster (1 Schilling = 6 Angster) ; der Schw. Fr. betragtdemnach 30 Luz. Schilling. Eigene Münzen: Hatzen und halbeHatzen. Es bestehen alte Hatzen zu 9 und neue zu 10 Kappen,worauf aher im gewöhnlichen Verkehr nicht geachtet wird ; seltenersind Zehn- und Fünfschillingslücke. Eingebildete Münzen sind daslfund in Obwalden zu 5, in Nidwalden zu 3 Hatzen, der Thalerzu 30 Hatzen, die Münzdublone zu 7/i Gulden. Fremde Sorten :franz. Louisdor zu 1211. oder 16 Schw. Fr. , Napolconsdor lO'/sll.,Kronen- oder Hrabanlcrthalcr 3 fl. oder 4 Fr., Fünffrankenlhaler,jetzt zu 211. 25 s. Hcinerkenswerth ist, dass der gemeine Mannsich noch der uralten Rechnung mit Stange und Römerzahl bedient.

Uri rechnet zum Thcit wie Luzern , zum Theil wie Schwyz denLouisdor zu 1311. (zu 40 Schilling), den Schw. Fr. zu 32'/s Schilling.Eigene Münzen sind wenig geprägt wurden , und zwar blos Rappen,halbe und ganze Hatzen, Zwei- und Vicrbalzenstücke. Eingebildeteoder nicht mehr vorhandene Münzen, nach denen der Landmannbisweilen noch rechnet, sind Philippe zu 2 11. 20 s., Thaler zu 2 11.10 s., Kronen zu 2 fl. Fremde Sorten: franz. Louisd'or zu 1311.,Napoleonsdor zu 11 (1., schweizerische, alle französische, Brabantcr-und andere Conveutionsthaler zu 311. 10 s., FünITrankenthaler zu2 fl. 35 s.

Waadt ganz wie Aargau und Bern ; es prägt aber nur Fünfbalzcn-Slücke, ganze und halbe Hatzen.

Wallis ebenso (prägt nur Hatzen und kleinere Münze).

Zug zum Theil wie Luzern , zum Theil wie Zürich.

Zürich rechnet nach dem lOGuldcnfuss, den Gulden zu 40 Schilling,oder zu 60 Kreuzer, oder zu 16 Balzen; den Schilling zu 12 Helleroder zu 4 Rappen ; 1 Schweizerfranken ist demnach = 25 Zürich-Schillinge. Eigene Münzen : doppelte, einfache, halbe und Viertels-Dukaten (in Gold) zu 10, 5, ü l /t, l'/rfl. (jetzt ziemlich selten); neueThaler zu 2 1 /sfl. oder zu 4 Fr.; halbe neue Thaler zu 1*411. oder zu2Fr., Frankenstücke; ferner alte Ziirichthaler zu 211., Gulden, halbe,Viertels-und Achtclsguldcnslücke, Schillinge und Kappen. Die Viertels-Gulden heissen auch Ilöckc, Ocrtli oder Vicrbälzler. EingebildeteMünzen sind : das Pfund = 20 Schillinge = V 2 Gulden; der Hatzen= 2'/2 Schillinge = 10 Rappen ; der Kreuzer = 8 Heller, der Heller= V 12 Schilling u. s. f. Fremde Sorten: franz. Louisd'ors (voll-