Anrgau. 63 Aargau.
Rhein v. Deutschland (Gr. Her-zogin. Baden) geschieden, grenztiiu o. au die Cte. Zürich u. Zug,im S. an den C. Luzern, im B'. andie Cte. Bern, Solothurn u. Basel-Land. — Seine Oberfläche beträgt•25 bis 26 geogr. QM.; grössteLgc. 12*/a St., kleinste Lge. 8St.,grösste Btc. 12 St., kleinste Ble.ti'/a St. Der Canton ist grössten-thcils beglicht u. zum Theil gebir-gig, doch enthält er viele schöneThal- u. Hochebenen. — Gebirge:Im N. durchstreichl der Jura denCanton v. 1K. n. O., u. dehntsich in mehreren Veräslungcnüber einen beträchtlichen Theildes Canlons aus. Die höchstenGipfel sind die Wasserfluh u.Cyslifluh. Die Abdachungen des-selben gegen den Rhein sind sauft,die südlichen schroffer. Der Lii-gerberg im 0. ist ein isoiirtcs Gliedder Jurakelle. Die lliigelreihcngegen die Cte. Zürich, Zug, u.Luzern streichen fast alle v. IV.n. S. — Gewässer: Der ganze C.gehört zum Rheingebiet. Die wich-tigsten Flüsse sind : Der Rheinals Grenzfluss y. Kaiserstuhl bisAeugst; die Aa re, welche dem C.den Namen gibt, durchströmt den-selben y. Murgenthal bis Aar-burg, u. v. Aarau bis Coblenz,dieLimmat y.Würenlos bisLauff-ohr, die Reuss v. Klein-Dielwylbis Windisch (s. d. Art.). Ausserdiesen noch eine Menge kleinererFlüsse u. Bäche, u. zwar mün-den in den Rhein : der Violen-IL,die Ergolz, der Magdener-, Mühle-,Risseier-, Kaislener-, Sulz-, Gau-singer-B. u. s. f.; in die Aare a. 1.L. der Scheid-ß., Aa-, Dorf-,Oberflachser-, Rainer-ß. u. a. m.;ferner am r. U. die Rolli, Pfaffuern,Vv'igger, Suren, Wyner, Aa, Bünz,
Surb u. v. a. Der einzige See istder II a 11 wyler-S. (s. d. Art.). —Das Klima ist ziemlich milde;vorherrschend sind W. u. O.Winde. Gew itter sind im Sommerhäutig und folgen meistens demStreichen der Juraketle u. demLaufe der Aare. In den Flussge-gendcn sind Morgennebel sehrgewöhnlich; das Frickthal u.die obern Rheingegenden sind demHagelschlag sehr ausgesetzt. — Bo-den u. Produkte : Ein gr. Theildes C. gehört der Jura-Formationan, (vorzügliche Kalksteinbrüche);bed. Thonlager, u. mächtige Ab-lagerungen v. Bohnerz (früherausgebeutet z. B. am Bözbcrg, beiUabsburg u. s. f.). Der jüngereKalkstein ist reich an Versteine-rungen ; Eisenerzlager (Tagerlel-den, Kckiugen, ltaldingen, Aarauu. s. w.), bed. Gypslager u. Ala-baster, in deren Nähe reiche Mine-ralquellen (Hessen (Baden, Schiuz-nach, Leerau, Niederweil). In deinThcile zw. dem Jura u. den Alpenlinden sich ausgedehnte Sandstein-bildungen. Merkwürdige Strom-durchbrüche bei Rain u. Baden;gewaltige Granitfiindliuge bei Mel-lingen u. a. a. 0. Gold wird bis-weilen bei Aarau u. Biberstein,nach grossen Anschwellungen derGewässer, aus dem Flussand derAare gewaschen, (wahrscheinlichaus der Emme herbcigefiihrl). Spu-ren y. Stein- und Braunkohlen,jedoch v. geringer Mächtigkeit.Reiche Torflager bei (Biinzcn. Bos-wcil, Fischbach u. s. f.). Ausserden angeführten Mineral-Quellensind am Bözberge u. im Sulz-thale mehrere Salz - Quellen, dieaber wegen geringen Ertrags nichtmehr ausgebeutel werden; bemer-kenswerlh ist die an Jod reiche