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Anleitung auf die nützlichste und genussvollste Art die Schweiz zu bereisen / von J.G. Ebel ; im Auszuge ganz neu bearb. von G. v. Escher
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Altstättcn,

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Alvcncu,

niao an dasFrau-Münsler in Zürich;im J. 744 wird es zum ersten Malals Altorf erwähnt. Hier war eswo der Oeslreichische Vogt Gessler(10. Nov. 1307) einen llut auf eineStange stecken liess, und alle,welche vorbei gingen zwang, s.vor demselben zu bücken, u. woWilhelm Teil, der diesem Gebotetrotzte , ergriffen , u. gezwungenwurde, milder Armbrust seinemeigenen Sohne einen Apfel vomKopfe herunter zu schicsscn. ImSept. 1798 wurde Altorf v. denfränkischen Truppen besetzt, u.das Zeughaus seiner Trophäen u.Walten beraubt. Am 5. April1799 brannte bei heftigem Föhn-wind fast der ganze Flecken ab,wodurch den Einw. ein Schadenv. mehr als 3 Millionen Schweiz.Frk. verursacht wurde, v. wel-chem s. Altorf bis auf den heuti-gen Tag noch nicht völlig erholthat. Am 8. Mai 1799 nahmendie Franzosen, unter GeneralSoult, Altorf ein u. bemächtigtens. in wenigen Tagen des Gott-hards; am 26. Sept. langte derrussische General Suwarow, vomGotthard kommend, in Altorf an,

u. zog mit seinem Heere über denKinzigkulm, einem steilen Hirten-pfade n. Muolta im C. Schwyz; am29. nahmen die Franzosen, welches. in die Surcnenalpen zurückgezo-gen hatten, wieder Besitz v.Altorf.

AltstXtten, kl. gutgebaute St.im C. St. Gallen , im Rhcin-Th.in reizender, fruchtbarer Gegend,

v. Weinbergen u. einem Walde v.Obslbäumcn umgeben, mit 419H. u. 6429 E. Whsr. Krone, Frey-hof. Schöne Pfarr-K. u. einFranciscancr-Nonnen-Klr. (Maria-hilf) ausserhalb der Stadt. Gute

Schulen. Ansehnliche öffentlicheBibliothek. Die Einw. sind sehrthätig. Lebhafter Handel u. Waa-rentransit, Musselinfabrication;2 stark besuchte Jahrmärkte.Schöne Aussicht beim Forst; inder Nähe ist das gut eingerichteteBleichebad (Schwefel - Q.) ; Entf.v. Trogen (über den Kuppen) l'/a;v. Gaiss (überden Stoss) l'/j; v.Rheineck 3, Feldkirch 4 St.

Altstetten, lfd. im C. Zürichan der gr. Str. v. Zürich n. Badenmit 992 E. die s. v. Landbau u.Fabrikverdienst u. s. f. nähren.Whs. Ente (an Sonntagen v. denStädtern als Gcsellschaftsort häutigbesucht). Hier, so wie in derganzen Umgegend, (neulich auchbeim ehemaligen Galgen) wurdenUeherreste Röm. Ansiedelung (al-tes Gemäuer, Röm. Münzen,Scherben, kl. Schmucksachenu. s. w., gefunden.

Alveneü , Pfd. mit 407 E. imC. Graubündtcu , an der Albula./a St. vom I). ist das Bad gl. Ns.Die stark schwefelhaltige kalte Q.entspringt mächtig in der Nähedes Badchauscs. Der innere u.äussere Gebrauch derselben sollschon sehr gute Curen bewirkthaben; die Badecinrichtungensollen in Kurzem bed. verbessertwerden. Entf. u. Exc.: n. Filisur2 /a bis 1 St., u. Vh St. weiter zudem verlassenen SilberbergwerkBonacelsa ; n. den HüttenwerkenHoffnungsau im Schmclzbodcn 3St., u. ins Bergwerk selbst noch1 St. weiter; n. dem verlassenenKupferbergwerk oberhalb Schmit-ten i'/t St. (schöner Kopferlasur);n. der Brücke zw. Jcnisberg u.Wiesen l'/iSt.; (sie ist 40 Schrittelg. u. 206' üb. dem Abgrunde) n.Davos 6; Tusis 5, u. v. da durch ,