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Anleitung auf die nützlichste und genussvollste Art die Schweiz zu bereisen / von J.G. Ebel ; im Auszuge ganz neu bearb. von G. v. Escher
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Appenzell. 90 Appenzell.

wieder hergcstellt, die auch inden verhängnisvollen Jahren1814 u. 1815 nicht gestört wur-de. Eine Geselzesveränderung inaristokratischer Tendenz wurde182021 vom Volke A.-Rhodcnsverworfen ; u. 1828 auch in I.-Rhodcn die aristokr. Partei v. derRegierung verdrängt. 1834 wurdeder neue, (oben im Auszuge mil-gelhcilte) Verfassungsentwurf inA.-Rhodcn angenommen. Schrif-ten u. Karten. I)cr C. Appenzellv. Dr. Gabriel Riisch. 1835. Ver-such einer nalurhist. Beschreib,des C. Appenzell v. Dr. J. G.Schlüpfer. Trogen. 1820. WalscrsAppenzeller - Chronik 17401829v. Gabr. Riisch fortgesetzt 1831.J. K. Zcllweger, Geschichte desAppcnzellischen Volks. Trogen1830-34. (6 Bde.) Tobler J., Ap-penzellischcs Idiotikon 8. Zürich.1837. Karte v. G. Walser. Augs-burg bei Scuter; v. J. Zuber (die-selbe auch lithog. v. J. L. Gsell),2 Blätter der ösll. Scbw. im Mcyer-schcn Atlas.

Appkvzkll, MIL u. llauptorlv. I.-Rhoden , an der Sitter, indem weitesten Thalc des C. mitanmuthigen Umgebungen. 204(meist hölzerne) II. u. 1400 E.Whsr. Hecht, weisses Kreuz,Krone, Adler, Lamm. Sehens-werth sind die St. Mauritius-K ,im J. 1001 v. Abt Norlbcrt ge-gründet, 182426 neu aufgebaut,mit Abildungcn der v. den Ap-penzellem eroberten Fahnen u-Bannern, kostbaren Altären, schö-nen Deckengemälden u. s. f.;die Todlenrapelle mit vielen auf-gestellten Schädeln, welche mitden Namen ihrer ehemaligen Be-sitzer bezeichnet sind ; das Archivmit interessanten Documenten u.

den eroberten Fahnen; das Zeug-haus; die hl. Kreuzkapelle, (dieälteste des Landes), das alte Rath-haus mit Bildnissen der Land-ammänner, (merkwürdig, weilcs einen BegrifT v. der Sparsam-keit unserer Vorfahren giebt)Ausserdem befindet sich in Ap-penzell ein Kapuziner- u. einFraucn-Klr. , in welchem letztemdie Töchterschule gehalten wird,u. ein Armenhaus. Nahe bei derBr., wo eine grosse Linde steht,versammelt sich die Landsge-mcinde v. I.-Rhodcn. Unfernsind das alaunhaltige Unter- od.Dorfbad, u. die Burgruinen v.Clanx. Die bemerkenswerthestenGegenden in Appenzell sind : beiEggerstanden, Srhwendi, Auen,Lank, Kau, u. Weissbad. Ap-penzell treibt einen geringen Han-del mit Leinwand , Bauinwollen-waaren, Holz, Salpeter u. Sclinek-ken. Entf. v. den wichtigstenOrten des C-i Briillisau l'/ 4 , Eg-gcrslanden 1 , Gäbris 2, Gais l/iGonlen (Bad) l'/i Grub 4'/i,Heiden 4*/z, Herisau 3*/a , Hund-weil 2, Hundweiler Höhe l 3 /i,Kamor 3'/z , Oberegg 3'/a, Rech-tobel 4, SvOiöncngrund 3'/a, AmSloss 2, Teufen 2*/4, Trogen 3,Urnäsch 2/i, Wald 3'/a, Wald-slall 2'/s, Walzenhausen 5'/a,Weissbad 5 /s. Ausserdem n.

Altsliillcn im Rhein-Th. (C. St.Gallen) 2 3 /i, Wildhans im Tog-genburg (über die Fahlenalpj 7-8,Lichtcnslcig 6 St., n. St. Gallen3'/j St. Die Entf. «. den Ilaupt-orten der übrigen C. s. BeilageNr. 2. Gesch. Appenzell hiess v.der Stiftung der Pfr.-Kirche : Neu-greut. 1353 erhielt es v. KaiserKarl Marktbewilligung. 1402 wur-de es Hauptort des Landes. Slür-