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Anleitung auf die nützlichste und genussvollste Art die Schweiz zu bereisen / von J.G. Ebel ; im Auszuge ganz neu bearb. von G. v. Escher
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Basel,

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Basel,

die Schaumburgnuh, die Sissa-chcr- u. die Gcmpenlluh. Vonder Hauptketle aus ziehen s. meh-rere Acsle, die theils durch dasInnere des C. gehen , theils dieGrenzen desselben bilden. Diebedeutendsten Thälcr sind : DasReigoldswciler- oder hintere Fren-ken-Th., das Waldenburgcr- od.vordere Frenken-Th., das Dietger-,Hornberger-, Ei-, Itothenlluh-, u.Buser-, Arisdorfer-, Wintersin-ger-, Maisprachcr-Th. " Gewäs-ser: Der ganze C. gehört zumRhein - Gebiet. Die wichtigstenFlüsse sind der Rhein, v. Aeugstbis KI. IlUningeu, z. Tbl. alsGrcnzfl., die Ergolz, die Frenke,die Birs, die Birsig, die Wiese.Seen hat der C. Basel keine.Das Klima ist in den Tliiilern ge-sund u. milde, auf den Anhöhendagegen rauh. (Höchste beob.Temperatur 27°,3 R. niedrigste 21°,6 R.) Boden u. Produkte.Der C. Basel ist im Ganzen sehrfruchtbar, reich an Gclreide, Ful-tcrkräulern , Obst- u. Kiichcnge-wächsen, in einigen Gegendenwächst auch ein vorzüglicherWein ; in den Berggegenden sindergiebige Alpen. Das Tiiicrreichbiclet nichts besonderes dar. Ausdem Mineralreich sind die vielenVersteinerungen bemerkenswert!!,auch linden s. vorzügliche Lchm-

u. Gypsgruben, Alabaster- u. Mar-morhriiehe. Günstige Salzbohr-versuche sind heim rolhen Hauseangestellt worden , u. haben derSaline Schweizerhall (s. d. Art.)die Entstehung gegeben. Mine-ralquellen sind etwa 16 bekannt,

v. denen die zu Ellingcn, Eptin-gen, Bubendorf, Schaumburg, iinN'eubad u. s. f. die wichtigstensind. Einw. Nach der Zählung

v. 1837 circa 70,420. Davonkommen auf Basel-E. 46,103 u.auf Bascl-St. mit den zugehörigen3 I.andgemeinden 24,300 (darun-ter 3604 Katholiken u. 126 Ju-den). Sie sind grösslenlheils alle-mannischen Stammes; die Spracheist ein rauher Dialect des Deut-schen. Handel u. Industrie. Ba-scl-St. gehört zu den ansehnlich-sten Fabrik- u. Handelsslädlennicht nur der Schweiz, sondernauch des Conlincnls. Der Waa-ren-Transit v. Frankreich n.Deutschland, der Schweiz u. Ita-lien beschäftigt viele Spedilions-handlungeu tt. ist im Zuuehmenbegriffen. Die Fabrikation, dies. bes. vor 1830) v- der Sladtaus über den ganzen C. verbrei-tete, besteht vorzüglich in Seiden-hand, Seiden- u. Baumwollenstof-fen, Papier, Tabak, Eiscnwaaren,Leder, Talglichlern u. s. f. InBasel-L. wird Landbau u. etwasAlpcnwirlhschaft, besonders auchKäsefabrikation betrieben. Ininchrcrn Gegenden wird demWeinbau grosso Sorgfalt zuge-wendet, die durch vorzüglicheProdukte belohnt wird (z. B. beiSt. Jakob, Weil, Maisprach, Ren-ken, Mönchenslcin u. s. f.), auchwird an vielen Orten'vorzüglichesKirschwasser gebrannt. DieAusfuhr besteht in den angeführ-ten Fabrikaten; die Einfuhr inColonialwaarcn, rohem Tabak,Salz, fremden Weinen, Wolltü-chern u. s. f. Politische Eintei-lung u. Verfassung. Basel-St. be-steht aus dem Stadtbezirk u. demLamlhczirk. Bascl-L. zerfällt indie 4 Bezirke: Liestal, Walden-burg, Arleshcim, Sissach. In bei-den Thcilen ist die Verfassungdemokratisch - repräsentativ. (A