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Anleitung auf die nützlichste und genussvollste Art die Schweiz zu bereisen / von J.G. Ebel ; im Auszuge ganz neu bearb. von G. v. Escher
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Basel

Schnpßeim (4 '/i St.) u. v. da zumErdmansloch (1 'fi St.); Freyburyim Breisgau 24 St. Slrassburg 30St. u. s. f. Entf. v. den xuichtig-sten Orten des C.: n. Arlcslieiml/a, Rubcmlorf l'/s, Eplingcn GVt,Gelterkinden 5'/2, Liiufclfingend 3 A, I.ieslal 3'/i, Obcr-Hauenstein7'/t. Mutlenz l'/i, Prattcln 2, Rei-goldsweil 0, Rieben l'/i, Sissach1'Vi, Waldenburg 0 1 /2. Die

Entf. v. den Hauptorten der übri-gen Cantone s. Beilage Nro. 2.Geschiehlürhes : Bei Basel soll derllaupliibcrgang der Deutschen iib.den Rhein n. (jallicn Statt gefun-den haben. Schon zur Römerzcitstand hier eine Burg Basilea miteinem lallalium, an der Stelle derjetzigen Pfalz, auch wurde derOrt in den ältesten Briefen derBischöfe «in Castro» genannt, u.heisst jetzt noch die Burg. Nach Zer-störung v. Augusla Raracoruin imJ. 452 vergrösserte s. Basel u.wuchs durch Verlegung des Bi-schofssitzes v. Augusla ebendahin,im .1. 740 noch mehr. Im J. 900stand in Basel schon ein Münster.917-Wurde sie v. den Madscharcnfast gänzlich zerstört, aber 924 bis932 v. Heinrich dem Vogelstellerwieder aufgebaut. Im J. 1020wurde iu Basel zw. 3 Königen einErbvertrag über das KönigreichBurgund abgeschlossen. 1001fand daselbst eine Kirchcnver-sammlung 'Statt. Zu Ende des

12. Jhdt. war Basel schon diegrösste Stadt Uelvcticns. 1274Wurde es vergeblich v. KaiserRudolf v. Habsburg belagert. Im

13. Jhdt. musste cs unaufhörlichgegen den Druck des Adels käm-pfen, v. dessen Schlössern dieStadt umgeben war. Im 14. Jhdt.brachte die Pest (1312), das grosse

Erdbeben (1350) u. die Slrcifziigedes Abentheurers Ingelram v.Cou-cv 1305 u. 1375 viel Unglück überBasel, n. ebenso die erste Hälftedes 15. Jhdt. 1431 bis 1448 wurdedas letzte freie Concilium in Baselgehalten, ein Pabst entsetzt, einanderer gewählt u. gekrönt. 1444,Untergang des Heeres der Armag-naken hei St. Jakob. 1100 Stiftungder Universität. 1499 entscheiden-de Siege der Eidgenossen imSchwabenkriege in dem nahenBruderholz u. bei Dörnach, auchschloss iu diesem J. Kaiser Maxi-milian mit der Schweiz Frieden.In diesem Jhdt. hatte Basel fürWissenschaft, Kunst u. Handelbereits eine hohe Bedeutung er-langt: die Buchdruckerei nahmdurch Frohen, u. Ilcnric Petri u. a.einen bedeutenden Aufschwung,

u. trug nicht wenig zum Glanzeder Universität bei. Im J. 1501wurde Basel in den oidg. Bundaufgenommen, u. vergrösserte s.bald mit einem durch Ankauf er-worbenen beträchtlichen Gebiet.In Folge der Reformation verliessdas Domkapitel die Stadt, u. dieseverschaffte s. eine gänzliche Unab-hängigkeit. Im Span. Erbfolge-krieg zog die Festung Höningenden Kriegsschauplatz in die Nähe

v. Basel, u. v. den Höhen beiEttlingen leitete (179GJ ErzherzogCarl die Belagerung des Hiininger-Brückcnkopfs. Im .1. 1795 wurdezu B. der Separalfriede zw. Preus-sen u. Spanien mit Frankreichabgeschlossen. Gegen das Endedes 18. Jahrhundtderl bot Baselthcils aus Ucberzcugung, theilsaus Politik der v. Frankreich aus-gehenden Revolution die Hand,v. wo aus sie s. bald über die ganzeSchweiz verbreitete. Im J. 1813