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Anleitung auf die nützlichste und genussvollste Art die Schweiz zu bereisen / von J.G. Ebel ; im Auszuge ganz neu bearb. von G. v. Escher
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Belp. 11

Landschaft durch Uebcrraschungeinnahm, worauf lange Streitig-keiten folgten. 1422 wurde in derNahe bei Arbedo die blut. Schlachtv. 3000 Schweizern gegen 24000Mailänder geschlagen, worauf ltel-lcnz mit Livincu an Uri zuriick-kehrte, u. 1491) s. freiwillig den3 Urcantonen unterwarf. Nachder Schlacht v. Marignano 1515blieben die 3 Urcantonc im un-bestrittenen besitz bis 1798. Wäh-rend der Mediatiouszeit war Bel-lenz einziger Hauptorl des C. Tes-sin ; seil 1814 wechselt es je zu6 Jahren um den Vorrang mitLocarno u. Lugano. Vom März1839 an ist der period. Kegie-rungssitz in Locarno.

Heu>, Pfd. im C. Bern mit 3146E. am Fuss des Belp-Bg.; an derGürbcn, in der Ebene des Belp-Mooses, das nur durch Dämme ge-gen die 16' höher lliessende Aaregeschützt ist. D7isr. Bär, Krone.Schloss, u. mehrere sch. Landsitze;Tuchfabrik u. in der Nähe die Rui-nen v. Hochburg.

Denken, Pfd. im C- Basellandim Leiincnthal , mit 385 Einw.Schloss, ln der Umgegend wirdvorzügl. Wein gezogen; Den-ken ist der Geburtsort des treuenFrohen, Stallmeister dcsKurfiirslenv. Brandenburg, Friedrich Wil-helms, der 1675 in der Schlachtv. Fchrbcllin das Opfer seinerGrossmuth wurde.

Denken, Pfd. im C. Zürich, l'/zSt. v- Scbaffbauscn, mit circa 600E. H7ts. Sonne. In der Umgegendwird auch ein vorz. Wein gebaut;Torfstechereicn; Spuren Köm. Al-tcrlhiiuicr am Iscbuk. 1799 fan-den hier Gefechte zw. deu Franzo-sen u. Russen Statt.

Bf.nkkn, gr. Pfd. im C. St. Gallen

Handbuch für Heisende. VH.

I Bcrgfälle.

ind. fruchtbaren Linth-Nicdcrungam Fusse des Buchbergs mit 1100E. */a St. in S. ist das Whs. imGiessen am Linlh - Canal, überwelchen hier eine fahrb. Br. führt.

Berg, kath. Pfd. mit 210 E. (diePfarre zählt 1180 Seelen) im C.Thurgau, an der Sir. v. Bischof-zell n. Constanz, am S. Abhangdes wein- u. obstreichen Olten-bergs. Herrliche Aussicht auf demSöller des Schlossthurms über dasThur-Th. u. auf die Alpenketlc.

Berg, lfd. im C. Zürich, mit483 E. am A\ Fuss des lrchcl; gu-ter Weinbau, Schloss mit sch. An-lagen; eben so im nahen Eigen-thal. Am Rheine die ehemal.Burg Schollenberg.

Bergfaklk, Felsenstürze , u.Erdschlipfe , (im Kleinen hie u. daauch Brüche, Kibinen od. Rüfenengenannt). Sie ereignen s. aus ver-schiedenen Ursachen; seltener inFolge v. Erdbeben, häufiger durchUnlcrspülungcn, vorz. n. anhalten-dem Kegcnwettcr. Bergstürze lin-den meistens in den der Zerstö-rung durch Verwitterung unter-worfenen Gebirgen Statt, wo harteii. weiche Fclsarlen schichlenweisemit einander wechseln, u. wobeidas Wasser nach u. nach die mürbeUnterlage aullöst od. wegspült.Eine mächtig wirkende Krall istauch die zerstörende Ausdehnungdes Eises beim Gefrieren. Den Erd-schlipfen sind am meisten dielehmigen, steilen Berghalden aus-gesetzt, w eil das Wasser durch denLehmboden keinen Abzug lindet,detiselhen aufblähl, u. die weieh-gewordenc Damiuerde mit den auf-liegenden Felsen u. s. f. auf derschlüpfrigen Unterlage durch dieeigene Schwere zum Hcrabgleitenveranlasst. Sie sind in ihren Wir-8