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Gesch.: Zahlreiche Spuren röm.Allerlhiinicr, (v. denen jedoch
bis jetzt keine im S. v. Amsol-dingens. fanden), zeigen, dass dieRömer s. auch in diesen Gegen-den angesiedclt halten. Nach derLosreissung des KnrgnndischcnReichs machte der grössere Theildes jetzigen Cantons einen Be-standlhcil desselben aus. HerzogRcrchlold V. v. Ziihringcn grün-dete 1191 die Stadt Bern. NachAbsterben der Ziihringcr, u. demFall des Ilohenslaufenschcn Kai-serhauses suchte Bern die Unab-hängigkeit zu erringen, welchedurch den Sieg bei Laupen 1339ihm gesichert blich. Im 15. Jlidt.erstreckte s. Berns Herrschaftschon über den Zusammenflussder Aare u. Reuss, u. im 16. Jlidt.hatte s. dieselbe bereits bis überden Genfer-S. ausgedehnt. Dengrosssen Aufstand im deutschenGebiet 1653 unterdrückte die Re-gierung durch Beharrlichkeit,durch die Treue d. Waallandcs, u.mit Hülfe der Eidgenossen. Durchmilde Regierung u. weisen Staats-haushalt zeichnete s. Bern seit-her rühmlich aus, u. hatte einenentscheidenden Einfluss in denwichtigsten schweizerischen An-gelegenheiten. Zur Zeit der fran-zösischen Revolution versuchteBern allein noch, v. seinen Bun-desgenossen beinahe ganz ver-lassen, den Kampf gegen Frank-reichs üheriniilhige Machthaber,wiewohl vergeblich. Es verlorhierauf die ganze Waat, das Aar-gau, seine Gerechtsamen im Mün-sterthal, seinen Anthcil an dengemeinen Herrschaften u. s. f.,welche Verlöste auch hei der Media-’j 011 n ' c ht ersetzt wurden. NachAuflösung dieser letztem suchte
eine Parlhei die allen Vorrechtedes Patricials wieder hcrzustellen,u. erneuerte die Ansprachen Bernsauf die Waat u. das Aargau;allein diese behaupteten ihreSelbständigkeit , die ihnen auchvom Wieiier-Gongress zugcsicliertwurde. Dafür wurde Bern durchdas Bislhum Basel einiger Massenentschädigt. Endlich wich 1831in Folge der Juliustage v. Parisauch im C. Bern die Aristokra-tie der Democratie. — hartenu. Schriften : llcinzniann, Beschrei-bung der Stadt u. Republik Bern1791. Wvss, Reise, in’s Berner-Oberland 1816—17. HelvetischerAlmanach vom J. 1819, 1821 u.1822. DcrC.Bern inObcrämterein-gelheilt v. V. Weiss. Bern 1830. DieOrtschaften des cidgen. FreistaatsBern. 1838 2 Bde. (v. Diirheim).— ('.arte de Taiicien Evöclie de Bäleetc. lcvec par Buchw alder. 1815—1819. — K.desBerncr-Oberlamlsn.Irig. Messungen gez. v. Messmcr,gestochen v. Scheurmann 1824.
Beriv, Hauptstadt des ('.anlonsgl. Ns. unter 46 °57' S'/a" Ble. u.5° 5' 53" Lgc. auf einer v. derAare umflossenen Halbinsel, 1560'bis 1792 ii. M., schön u. fastdurchgängig massiv gebaut, mitgeraden, breiten u. parallelen Sir.,u. kleinen zur Reinigung dersel-ben u. hei Fcucrsbriinslcn beque-men ('.analen , u. herrlichen Brun-nen. Die Häuser sind n. derSlrassenscile grössten Tlieils mitolTcncn Arcaden versehen, aufwelche Buden s. öffnen, u. dieals Spaziergang dienen. Der aufdem r. Ufer der Aare liegendeTheil heisst Allenberg u. ist mitder Stadt durch eine steinerneBr. verbunden; oberhalb dieserist eine Fähre u. unterhalb ein