St. Bernhard. Grosser. 12t
St. Bcrnliardin.
v. Lausanne des Klrs. schon imJ. 83-2 gedenken. Nicht unwahr-scheinlich hat Kaiser* Arnulphes im J. 890 zerstört, nachdemer daraus den TransjuranischenKönig Itudolph I. vertrieben,worauf Bernhard dasselbe wiederhergestellt hat. Zwei Feuers-brünste haben alle Schriften u.Denkmäler der Gründung ver-nichtet. — Seit Augustus führtedie gr. liecrslrassc der Legionenn. Ilelveticn, Gallien u. Germa-nien über den gr. St. Bernhard.Aulus Cäcinna zog, nachdem erdie Helvetier geschlagen hatte,im J. 69 über denselben; einlleer Lombarden im J. 547; eineArmee Carls des Grossen unterseinem Oheim Bernhard, im J.773 ; ein Kriegshaufen unter Mark-graf Bonifacius u. Erzbischof v.Mayland im J. 1034; ein CorpsFriedrich Barbarossa’s unter Berch-told v. Zähringen im J. 1160;Ilülfslruppen im Burgunder Kriegefür Carl den Kühnen; vom15—21 Mai 1800 eine franz. Armeeunter Bonaparte zum Siege v.Marcngo. — Entf.: die Sir. führtauf der IY. Seile durch das Th.La Combc, über Pont de Nudry,l’Hopital (Todlcnkapclle u. Zu-fluchtsort für Beisende) 1 St. n.St. Pierre 2%, v. da auf fahr-barem Wege n. Liddes, Orsiercs,St.Branchicr, Bovernicr.Martigny;im Ganzen 8 — 9 St. In Liddesfindet man einen ordent. GaslhofL’Union, u. Fuhrwerk n. Martigny(für 10—12 franz. Fr). — Aufder S. Seite führt der Weg durchdie Vacherie 4 /s. über S. Reray 3 /i,v. wo die Sir. fahrbar wird n.S. Oven , 1 St., (wo die Picmon-tesische Douane ist), n. Etroubles*/«> Gignaud */i, Signaye 1 St.
Aosta */s, (Im Ganzen 7 St.) Manspricht gegenwärtig davon, dieseStr. fahrbarzu machen.— Vom Ho-spiz führt ein Pfad über den Go! deFenÖtre n. Ferrex, Issert, Orsiercs,Martigny in 11 St.; od. über denColde Ferrex durchs piemontesischeFerrex-Th. n. Cor-majorin7—8 St.
St. Bernhard, kleiner, beque-mer Bergpass in den grauen Al-pen , an der Grenze v. Piemont
u. Savoyen, 6780' ü. M. — 530'tiefer liegt in einem kl. Th. dasHospiz nebst Kapelle, mit densel-ben menschenfreundlichen Bestim-mungen wie auf dem gr. St. Bern-hard. — Wege: durchs Val dela Thuile n. Cormajor 5 St. ; n.Chapiu 4 St.; Bourg St. Maurice4% St.
St. Berniiardin (ilal. St. Ber-nardino), Bg. im C. Graubündtenzw. dem Kheiuwald u. Misoeco-Th. in der Hauplkctle der llündl-ner-Alpen- Uebcr die Einsattelungzw. dem Adula u.Tambohorn führt6584' ü. M. eine schöne, 1819 —1824, durch den Ingen. Pocco-bclli erbaute, fahrbare Str. v. Churn. Bellenz. Ihre ganze Anlagezeugt v. grosser Umsicht u. Sorg-falt; sie ist durchgängig 18 — 24'bl. mit einer Steigung v. 5—7%.Man zählt aufderselbcn 52Brücken,
v. denen nur 3 hölz. Auf dcrllöheist ein Wlis. Vr St. in S. ist derkl. Mocsola-S. mit einer kl. Fel-sen-Insel u. 3 /t St. tiefer die VictorEmanuel-Br., (welche ihrcuNamender Freigebigkeit des Königs v.Sardinien zu verdanken hat, derden Strassenbau durch einen Bei-trag v. 395,000 frz. Frkn. begün-stigte), sie ist 106 h. u. 158' lg.,nicht W'eit davon ist eine in Fel-sen gehauene Galleric an einerdurch Lauinen gefährlichen Stelle.