Biel,
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Bieler - See,
fruchtbarer Gegend , unter 47° 8'25" Btc. u. 4° 54' 12" Lge., mit312 H. u. 4218 E. — JJ7isr. Krone,Kreuz, tiaslh. zum Jura (an derneuen Sir.) Bemerkenswert!) sinddie Stadt-Kirche, die jetzt alsStadthaus dienende Burg, das Bür-gerspital, mit der Bibliothek. Bielhat gute Schulen , ziemlich vielHandel, 1 gr. Cattundruckerei,1 Baumwollenspinnerei, mehrereGerbereien , 1 Dralhzug, 1 Pari-serstiftfabrik (in Bözingen). — Dienoch unergründete Brunnstube,in einer Felsgrotle etwas ober-halb der Stadt , versieht diesenicht nur mit Trinkwasser, son-dern treibt auch mehrere Muhl-werke. Zur Zeit des Erdbebensv. Lissabon , und seither manch-mal ohne erklärliche Veranlas-sung, soll s. die Q. plötzlichgetrübt haben. — Denkmal Vil-lemains, der in die wilden Flu-then stürzend, lebend eine unter-irdische Wasserfahrt v. 800Schrit-ten in 1 Min. machte. — Bade-haus für Frauenzimmer. — ReicheUrkundensaminliing des lirn. Wil-dcrmelt; Miinz-Cabinet u. Biblio-thek des Hin. Heitmann.— Salz-bohrversuche , die hier angeslelltwurden , sind ungünstig ausgefal-len. Das milde Klima ist demMaulbeerbaume günstig ; daherscheinen Versuche mit Seidenzuchtbelohnend auszufallen. — SchiineSlandpuncte, Spaziergänge u. Exc.Die Gegend um Biel ist so rei-zend, dass jeder Weg, den maueinschlägt, besondere Annehm-lichkeilen darbielet; vorz. beloh-nend ist die Aussicht beim weis-sen Haus '/t St., bei den Land-sitzen Rockhall, Ried, Bellevue,hei der Kirche v. Vingeis '/i St.— Auf die Pclersinscl 2 1 /» St.; auf
llftadburli ffir Reisende. VII.
den Chasseral 4'/i; n. Sonceboz 3,(sch. Wasserfall); n. Pierre Per-tuis 3‘/4 (Felsenthor); n. Mouliers7Vi; durchs St. Immer-Th. n. La-chaux-de-fonds 9; n. Neuchatel üb.Neuveville (neu angelegte Sir.)572 , über Walperswyl \ n. So-lothurn 6; n. Bern 7." — Geschicht-liches. Ob Biel an der Stelle desa. Petenisca stehe, dessen Anto-nins Itiuerar gedenkt, ist nichtausgemacht, wahrscheinlicher je-doch sucht man dasselbe beiBürgten 1 St. in S.O. v. Biel. —Im J. 1262 kam es unt. die Herr-schaft des Bischofs v. Basel; 1278schloss es zum Schutze seinerFreiheiten mit Bern ein Bündniss,das 1352 in einen ewigen Bundverwandelt wurde; 1367 wurdees v. Johann v. Vienne , Bischofv. Basel überfallen, geplündertu. verbrannt. — Bis 1797 bildeteBiel einen Freistaat, au welchenindessen der Bischof einige Rechtehatte. Im Febr. 1798 wurde esmit seinem Gebiet durch einenMachlspruch des franz. Direclo-riums mit Frankreich vereinigt;1815 durch Beschluss des Wiener-Congresses an den C. Bern ab-getreten. — Biel ist die Valcr-stadt v. Thomas Wyllenbach, demLehrer Zwingli’s u. Leo Judae.
Bieler-See im C. Bern mit demS.W.-Ende an den C. Jieuenburganstossend; 3 •/* St. lg., y t St.bt. mit einer OberOäche v. 3 A□**., 217'(n. andern 390‘) t., 1338'ü- M.; n. Tralles 2' (n. andern8‘) unt. dem Neucnburgcr-S. —Sein 1. U. ist steil u- bergig, dasr. U. besteht aus mit Wald be-deckten Sandslcinhügcln ; beimEin- und Ausfluss der Thicllesumpfig. Beide Ufer sind mitDörfern u. kl. Städten besetzt; u.
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