Windliülilcn
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H'iudhölilcn.
siehl, in fruchtbarem, obstreichemGelände. IVAs. Bär. — A. Schloss.Wiinmis war einst ein Städtchen,das 1286 u. 1303 v. den Bernernzerstört wurde. — Auf dem Grim-miberg fliesst der rolhe Brunnen ,eine eisenhaltige Q. Von hier auslässt s. der Niesen in 3 kl. St.ersteigen. — Die Umgegend istreich an sch. Schmetterlingen ,vorziigl. häufig ist der Apollo De-lhis.
Windiiöiilkn oder Wetterlöchersind Felscnspallcn, aus denen imSommer ein kalter Luftstrom her-vordringt, der bei einer äussernLuft-Temperatur v. 18 bis 20° U.meist nur 4 bis 6° R. zeigt. Häu-fig sind über solchen Spalten kl.Gebäude (Milchhiitten) angebracht,in welchen Milch, Wein, Fleischu. andere Lebensmittel aufbewahrtwerden, und in denen sie sehrlange vordem Veiderhcn geschütztsind. Oft sogar findet man mittenim Sommer Eis an den Wänden,das s. gewöhnlich erst im Anfangdes Sommers bildet u. gegen dasEnde desselben wieder verschwin-det. Wegen dieses grossen Tem-peraturunterschiedes ist beim Ein-tritt, besonders für den meist vomGehen erhitzten Reisenden grosseVorsicht nölhig. Je schöner dasWeller, desto stärker ist der Luft-slrom, bei regnerischem dagegenweht er schwächer u. daher ha-ben diese Höhlen auch den NamenWelterlöcher erhallen. — SolcheWindhühlcn finden sich in derSchweiz u. in den angrenzendenGegenden sehr häufig , z. B. beiSelisberg, am n. Abhang des Nie-derbauens, auf der Alp Emineten,■na kl. Isenthal (unter der Fluh, inder Musenalp , im Mättli, in derHalde, im Gärlli, hinter derSägc),
im gr. Isenthal (in der Schlöffe,im Sehaltcnbcrg, auf der Alp Wil-derbutz u. s. f.), im Schächcnlhal(wo die Milchhiitten Kulleren heis-sen), auf der Blummalt, zu ller-giswcil, am Kuss des Pilatus, amI. U. des Wallcnslatter- Sees beiQuarten, am Klönlhalcr-S. bei Scc-rüti, am Thuner-S. (das Schaflochan der 0. Seite des Rolliliorns),im Jura (la Baume bei Besan^onu. St- Georges oberli. Rolle) , ini aucignv (am Berge Brezon , beiBonneville u. im Reposoir-Th. beiCluse), am Luganer-S. bei Capri-no , bei Chiavenna u. s, f. — Anallen diesen Orlen liegen dicWind-löcher am Fusse einer mehr oderweniger hoben Schutthalde, die s.meistens an eine steile Felswandanlehnt, von deren Verwitterungsic hcrriilirt; die Gesleinart der-selben hat auf die Erscheinungkeinen Einfluss. Man erkennt dieStellen , wo Windlöcher s. befin-den , leicht an dem sparsamcuPfianzcnwuchse, meistens ist derBoden um die Mündung derselbenmit schwärzlichem Moose beklei-det. Obschon Cysal u. Schcuchzerdie Windhölilen kannten, so ha-ben erst Saussuro u. Pictet eineErklärung versucht, die in Kur-zem folgende ist: die Temperaturim Innern der Erde ca. 60 — 70'unt. der Oberfläche ist zu jeder Jah-reszeit gleich (für jeden Ort jedochkann sie verschieden sein). DieZwischenräume zw. dem lose auf-liegenden Gestein der Schutthaldekönnen als ein zusammenhängen-der Schacht angesehen werden ,da die Oberfläche derselben durchkl. Gestein, Sand u. Erde gröss-tentlieils bedeckt ist. Oben , wosie an die Felseuwand anlehut,kann wohl kein luftdichter Ver-