Zürich,
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Zurzach,
auf Schlittschuhen die Strecke v.Zürich n. Rappcrschweil in 1/4 St.zurücklegle). Eine eigene Erschei-nung auf demselben im Frühlingist das sogenannte Itlühcn, wobeider See s. mit einem gelblichtenSchaume, dem Blüthenslaube ver-schiedener Pflanzen, bedeckt. Auchsind auf dem Ziirich-S. schon meh-rere Male Wasserhosen beobachtetworden. Die Luftspiegelung lässts. besonders des Morgens fast an je-dem sch. Sommertage beobachten.Stürme sind nicht sehr seilen, fürdie Schiffahrt aber ohne Gefahr,wenn die nüthige Vorsicht angewen-det wird, da überall gute Landungs-plätze s. finden. Die häufigstenWinde auf demselben sind der iV.Wind (Bise), 2VVK. ([Interwind),W. , S1K. (Twärwind) u. der S.Wind (Föhn). Der IVJV. und S.Wind treiben die höchsten Wel-len. — Der Sec nährt 23 Fisch-arien (sie sind v. Molch. Fiissliauf 2 gr. Tafeln im Ralhhaus zuZürich abgebildet zu sehen); dievorzüglichsten sind Salinen , Fo-rellen , Karpfen , Hechte , Trü-schen.— Der S. bildet die llaupt-handels-Slr. v. Deutschland u. dern. Schweiz n. Chur u. Italien;daher ist die SchiflTahrt sehr leb-haft. Die Schiffe sind wenig vor-teilhaft gebaut, laden 250 bis 300Clnr. u. führen noch das alte, la-teinische (viereckige) Segel. Aus-serdem gehen jetzt 2 Dampfschiffeauf demselben , der Liuth-Escheru. der Itepublicaiicr. — Kein an-derer Schwcizer-S. vereinigt eineso angenehme, sanfte u. reizendeNatur mit einem so ausserordent-lichen Reichtum der Cullur undBevölkerung. In ZV. die terrassen-förmig ansteigende Stadl u. in S.die schneebedeckten Hochgebirge
von Glarus , Uri, Unterwalden ,schlicssen den Kranz der liebli-chen Ufer u. geben dem maleri-schen Bilde die Vollendung. Fürdie Fahrt auf dem See ist diepanoramische Ansicht der beidenUfer, »Les bords du lac de Zürichpubl. par Schreiber et Walz, Ba-sel 1838.« belehrend. — Die Reiseuin den See zu Lande kann nunbald auf fast ganz ebener Sir.unmittelbar dem U. entlang aus-geführl werden, oder auf der ho-hem, zwar für Wagen etwas be-schwerlichen Sir. , die aber eineMenge herrlicher Aussichten dar-bietet. Die schönsten Slandpuncteauf dieser letztem sind: am r. U.bei Zollikon , llcrrliberg , unter-halb D. Meilen, Männedorf, Stäfa,Feldbach , u. am 1. U. auf derLandzunge bei Hürden, oberhalbder Au, bei Thalweil, Kilchberg.Ausserdem sind auf den umge-benden Anhöhen herrliche Aus-sichten auf dem Thurm der Neu-■niinsler-K. , im Burghölzli , beiWvlikon , auf dem Pfannenstiel,Schwesterrain, Rapperschwei! (Lin-denhof) , auf dem Rürgli bei Zü-rich, im Nidelbad, Ezlisperg, Bo-cken , Ilorgeregg, Hütten (Laub-egg ii. Bergli), Feusisbcrg u. s. f.
ZunzAcn , Mfl. im C. Aargau ,v. 171 H. u. 904 Ew., unfern v-1. U. des Rheins, in fruchtbarerEbene. Der Ort ist bemerkens-werlh durch zwei lOlägige Messen(Sonnabend vor Pfingsten u. vorVerenalag) , die grössten in derSchweiz , die aber seit den ver-änderten Handelsvcrhälluissen beiweitem nicht mehr ihre frühereWichtigkeit haben. Ausserdem be-schäftigen s. die Eiuw. mit Land-bau , Handwerken und Waaren-trausport. — Whsr. : Rebstock ,