Amerika.
26 L
sich das sogenannte Höllenthor (kkellAate), eine reißende, durch hervor-ragende F-elsenmassen gebildete Stromschnelle, welche der Schifffahrt sehrgefährlich ist. Unterhalb der City vereinige» sich beide Flüsse wieder undbilden die Bay von New-Dork. Die Flnth steigt im Hudson bis nachAlbany, 16» Meilen von «einer Mündung aufwärts, bis wohin er See-schiffe von 8V Tonnen trägt; dort mündet der große Erie-Kanal in ihm,welcher New-Dork mit den westlichen See» verbindet. — Mehrere andereKanäle verbinden die entferntesten Theile des Landes mit den Haupt-stüssen und somit mit New-Dork und der großen Menge von Seen, dietheils die Grenzen bilden, theils im Innern des Landes sich ausbreiten.Die westliche Grenze bildet der Erie-, einen Theil der nördlichen derOntario- und einen Theil der östlichen der Ehamplain-See, welcher aufseiner Westseite von hohen Felfenufern umgeben ist, und durch ein'enKanal mit dem Hudson verbunden wird. Im Innern des Landes befin-den sich die großen Landsee»: Oneida, Cayuga, Seneca, Canandagua,Chataughque, Skaneateles, Owascv, Olsego, Long, Crooked, Onondagaund der St. George, welcher letzterer mit dem Cyamplain in Verbindungsteht. —
Das Klima ist außerordentlich veränderlich, im Ganzen genommenaber gesund. Zwischen den Gebirgen ist der Winter anhaltend undstrenge, im Westen aber milder als am Oceane. Die Winter beginnenin der Regel anfangs December und stehen bis Mitte März, in welchemMonat die Vegetation beginnt. Von Mitte März bis Ende April istdie Witterung sehr wechselnd; die eigentliche Wärme beginnt aber erstim Juni. Die Sommer sind meistens trocken, zuweilen drückend schwül,und haüfig von heftigen Gewittern heimgesucht; die angenehmste Jah-reszeit ist der Herbst, der vom I. October bis gegen Ende Novemberdauert. Die Abwechslungen von Hitze und Kälte sind zu allen Jahres-zeiten auffallend und haüfig; ebenso die Winde, mit Ausnahme der re-gelmäßigen Seewinde. Der Nordwest ist vom September bis Ende Aprilder herrschende Wind: er ist stürmisch und schneidend kalt; der Nordostwird gewöhnlich von Schneegestöber und Schlackerwetter begleitet; derSüdwind herrscht vom Mai bis Ende August; alle anderen wechselnunbestimmt. — Wechselfieber und Lnngenleiden sind die vorherrschendenKrankheiten; in den Niederungen des Westens erscheint fast jährlichdas neefieber (I^ice-tever), im Osten zuweilen das gelbe Fieber.
New-Dork unterhält einen ausgebreiteten Ackerbau, und sein Bodenist für den Anbau aller Cerealien geeignet. Die fruchtbarsten Gegendensind, außer einigen Streifen auf Long Island, die Niederungen am obernHudson, am Ntohawk, am Genessee und Seneca, und um die westlichenSeen herum. Der Landbau hat sich in den letzten 25, Jahren sehr ge-bvben, und durch die zweckmäßige Eintheilung der Felder, durch dieVermehrung des Diehftandes, die Anwendung des Düngers und dieBenutzung verbesserter Ackergerät he ist der Ertrag der Ernten und derWerth des Bodens außerordentlich gesteigert worden. Der Ackerbauuährt seinen Mann reichlich, und die herrlichen Verbindungswege, Eisen-bahnen und Kanäle, welche fast alle Entfernungen aufgehoben und dieMärkte näher gebracht haben, steigern den Ertrag der Felder hier nochtKehr als in andern Staate». — Weizen liefert in den oben angeführtenlegenden 25 bis 30fällig, Mais 30 bis 60, ja am Genessee selbst gegenu>0 Bushels; Roggen wird nur an wenig Orten gebaut, und gibt 40b«s 50 Bushels; Gerste gibt ein reichliches Korn, 60 Bushels vom Acre;