296
Amerikanisches Staatensvstem.
IS. Der Staat South-Tarolina.
Der Staat South-Carolina, früher mit dem vorigen vereinigt, be-reits aber 1726 von jenem Staate getrennt, breitet sich zwischen Lak. 32°
6' und 38° 8' N., und zwischen Long. t° 30' und 6° 25' W. aus, wirdim N. und NO. von North-Carolina, im SO. vvm atlantischen Meere»im SW. und W. von Georgia begrenzt, und hat von N. nach S. eine ^Ausdehnung von 162, von O. nach W. von 216 Merlen. Sein Flächen-inhalt beträgt 27,950 in Meilen oder 17,888,000 Acres. !
Die Gestaltung des Landes ist mannigfaltig: im Unterlande er-strecken sich die Sandebeuen 8» Meilen landeinwärts, und bestehen auSSavannen, Sümpfen und Fichtenbarren; das Mittelland zeichnet sichdurch eine Reihe Sandhügel aus, die sich bis 150 Fuß erheben und nachNorth-Carolina hinüberstreiden; der Boden dieser Hügel ist unfrucht-bar, und nur in der Nähe der Flüsse zu benutzen. Der innere Theil ^
des Landes besteht aus Sand, Thon und Kies, und eignet sich vorzüglichzum 'Anbau der Baumwolle und des Indigo. Im Westen ist das Land l
hoch, romantisch und reizend; Granit und Gneis sind daselbst vorherr-schend, und der Boden besteht theils aus fruchtbarer Dammerde, theilsaus zähem Thon und Mergel. Der Tadle-Mountain, der sich zu einer i
Höhe von 3,409 Fuß erhebt, der Oolenoy, von welchem ein 6—709 Fuß !
hoher Wasserfall herabstürzt, der Oconee, welcher 2,632 Fuß hoch ist,de. fast eben so hohe Paris, Glassey und Hog-Bact, die Kings-Moun-tains und der Black- und Jron-Mount, durchziehen den Westen desStaatS und schließe» sich an die Cumberlandgebirge an. — Die Buchtenlängs der Küste sind von keinem Belang, und die ansehnlichsten, nurdie Mündungen der das Land durchströmenden Flüsse, von denen dergroße und kleine Pedee, der Santee, Wateree, Catawba, Congaree,Broad, Tyger, Cooper, Ashley, Edisto, Coosawhatchie und die Savannahdie bedeutendsten sind. — Das Klima des Staats ist mild; die Wintersind nicht viel gekannt und in den Ebenen fällt nur selten Schnee. I»den Niederungen ist der Sommer heiß und schwül, im Hochlande ge-mäßigt und in den Bergstrichen höchst angenehm und gesund. Im Justund August beginnen die Regengüsse; die Atmosphäre wird schwül undmit Dünsten überladen; Wechsel-, Gallen - und Nervensieber stellen siehein »nd dauern bis Mitte Oktober; von dieser Zeit an aber bis gegenEnde des Jahres herrscht ei» vorzügliches Klima.
Die Landwirtbschaft in South-Carolina wird in Plantagen- und i»Ackerbau geschieden, von denen der letztere nur dem Hochlande angehört-In den Niederungen wird nur Plantagenbau betrieben, und die Haupt-produkte desselben sind Reis und Baumwolle, und etwas Indigo, alsHandelswaaren, und Mais, Wundererbsen und süße Bataten zur Con-sumtion. Im Mittel- und Hochlande baut man Weizen und andereCerealien, Mais, Tabak, Baumwolle, Kartoffeln, Flache und Hanf, »nvSesam zum Olschlagen. Von Obst gedeihen Pfirschen, Nektarinen unvKirschen; alle übrigen Obstgattungen arten aber aus. — Die Viebznw'ist in schlechtem Zustande, und die Wiesen und Weiden haben Mangelan gesunde», nahrhaften Grasarten. Schweine gedeihen im Überstuß-— Die Waldungen sind trefflich bestanden, werden aber schlecht gepsiegl'und die immergrüne Eiche, früher der Reichthum der Sandinseln läng"der Küste, ist fast ganz ausgerottet. Besonders reich ist das Land anschönen Nadelhölzern, sonst aber findet man auch alle Waldbau""