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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Amerikanisches Staatensystem.

Scenerien. Das Land ist trefflich bewässert, und die Savannah, welchenach North-Carolina die Grenze bildet, der Ogeecby, die Alakamaha,der Ohoopee, der Oakmulgee, Saltilla, St. Mary, Flint, Cliatahouhy,Etowha, Tallapoosee und ConeSwago stutz die beträchtlichjien Flüsse.Hinstchtlich deö Klima's hat Georgia die gleichmäßigste Temperatur un-ter allen östlichen Staaten der Union, und auf der Grenze von Georgiaund Tennessee ist das schönste Klima in den Bereinigten Staaten. ImUnterlande ist es heiß; im Sommer schwül und erstickend; im Wintermild; im Oberlande der Sommer gemäßigter und der Winter ange-nehm.

Der Plantagenban ist in Georgia vorherrschend, und Baumwolle,Reis, Indigo, Tabak, Mais, Batatten, und in den höher gelegenenGegenden etwas Weizen, die vornehmsten Erzeugnisse desselben. BonBaumwolle baut mau zwei Arten, die schwarze oder See Island und diegrünsamige oder Upland-Cotton, die beide 159299, in den Savannenöfters 399 Pfund vom Acre liefern. Auch den Anbau des Zuckers hatman bereits versucht und gewährte dieser einen Ertrag von 1,9992,990Pfund. Beinahe alle Lebensmittel werden aus den nördlichen Staa-ten eingeführt, wenigstens sind die Küstenkantons, die außer den Sta-pelartikeln nur Mais, Melonen und Kürbisse erzeugen, und nur unbe-deütende Viehzucht unterhalten, fast lediglich an die nördlichen Staglenverwiesen. Die Viehzucht ist kein glänzender Zweig der georgischen Land-wirthschaft, selbst die Schweinezucht wird hier vernachlässigt, und nurim Westen, nach Tennessee zu, dieser größere Aufmerksamkeit erwiesen.An Waldprodukten ist das Land ausnehmend reich: in den ausgedehntenSümpfen und Niederungen des Ostens und der Flüsse gedeihen Eichenaller Art, kanadische und carolinische Pappeln, Wasserwallnüsse, Wasser-eschen und Cypressen; diese Waldungen sind zur Zeit der Ueberschwem-mungen oft 4 6 Fuß unter Wasser gesetzt, und bilden eine MengeSeen und Lachen, die, mit faulenden Stoffen angefüllt, nicht wenig dazubeitragen das Land ungesund zu machen. Im Oberlande und auf hoch-gelegenen Plätzen findet man Nadelholz aller Art, eine Menge Eiche"und Nnfibaüme, K Arten Magnolien, Hainbuchen, Akazien, Bignvnie",Kohlpalmen, Ulmen, Pappeln, Tulpenbaüme und Buchen. NutzbareWaldbeeren und heilsame Krauter findet man in Menge und an dürrenPlätzen den t/Isotu« Opuntln. An Mineralien besitzt das Land: Eisen-Blei, Mühlsteine, Wetzsteine, Bruchsteine und Kaolin oder Porzellan-erde; Gold wird in den nordwestlichen Theilen des Staats gesunde",und hat sich Georgia als einer der goldreichsten Staaten der Union be-reits ausgewiesen. Der Kunst- und Gewerbfleiß ist hier, wie in alle"südlichen Staaten, noch in der Kindheit; die Hausweberei liefert geringebaumwollene und wollene Zeüge für den Jnlandverbranch; Rum, Wb>^ky, Leder, Pulver, Seife und Lichter sind die vorzüglichsten Mannfa^turerzeilgnisse. Der Ausfuhrhandel ist bebrütend, und die Ausfulst-Produkte bestehen in Baumwolle, Reis, Holz, Tabak, Mais und Hau-ten. Banken bestehen 13 im Staate mit 6,783,308 Dollars Kap>t"'-nnd Eisenbahnen 5, die eine Länge von 503'/, Meilen haben.

Die Einwohner Georgia's sind theile britischer Abkunft, theils A"-glo-Amerikaner der nördlichen Staaten, zu welchen sich nach undDeutsche, Iren und Schotten gesellten. Ihre Zahl belaüft sich nach be"'letzten Census auf 691,392 Seelen, worunter 2,753 freie Farbige ""289,944 Sklaven. Der Beschäftigung nach sind 574 im Bergbau, 209 , 3 »»