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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Das türkische Reich. 38

durch, welche den Handel zwischen Damaskus, Bagdad und Bvsra be-treiben.

Antakieh, das alte Antiochia, einst größer und reicher als Rom,aber mehrmals zerstört, zuletzt um die Mitte des I3ten Jahrhunderts,ist nur noch eine Stadt von geringer Bedeutung mit etwa lv,t»vv I.,der Hauptort eines Liwa im Ejalet Aleppo, am Ahsy, dem alten Oron-tes, belegen.

Antivari, Tivari der Türken und Bar in der illyrischen Sprache,ist, wie Dulcigno, als ein Hafen von Skutari, in dessen Liwa, EjaletRum-Jli, er gelegen ist, anzusehen. Die Bewohner, 6,000 an der Zahl,sind katholisch, haben hier einen Erzbischof, und beschäftigen sich, außerder Schifffahrt, mit Ölbau und Seesalzbereitung. Die ganze Küstezwischen Antivari und der Mündung des Drin ist unter dem NamenKrakna bekannt, und hat Slaven zur Bevölkerung. Antivari selbstaber scheint eine italienische Kolonie aus den Zeiten des Mittelalterszu sein.

Ardsisch, kleine Stadt in der Wallachei, auf der großen Straßevon Bukarest nach Hermannstadt in Siebenbürgen, berühmt wegen ihrerKirche, die für die schönste im ganzen Fürstenthum gilt.

Arta, Stadt von 9,vv« I., auf der Küstenebene des Busens glei-ches Namens, im Liwa Janina des Ejalets Num-Jli, Sitz eines griechi-schen Erzbischofs, und blühend durch reichlichen Landbau auf der frucht-baren Ebene, durch Handel und Fischerei, die von Salagora, demHafen der Stadt, betrieben werden, und zugleich Salinen im Gangesind.

Assuan, kleine Stadt am Nil, in der oberägyptischen ProvinzEsne, das alte Syene.

Der Berg Athvs, Monte Santo, im Griechischen Hagion Orvs,der heilige Berg, auf der östlichsten der drei Landzungen, welche vomChalkidischen Chersonnes auskaufen, ein pyramidenförmigrr Berg, derSitz einer Kolonie griechischer Priester, in 22 Klöstern und 5VV Kapellen,Zellen und Grotten, die in ihrer höchsten Bliuhezeit von 4,VV0 Mönchenbevölkert war, die sich, außer dem Kirchendienst, den laudwirthschaft-lichen und technischen Gewerben widmen, dem Öl- und Weinbau, derBienenzucht und Tuchfabrikation und allerhand Handwerken. Die Klö-ster des Berges Athos besitzen auf dem Chalkidischen Chersonnes sehrviele Meiereien und betreiben von dem Flecken Karkis, dem Haupt-vrte des Berges, und von dem befestigten Hafenorte Alawaxa, dera>n östlichen Ufer liegt, einen sehr ergiebigen Handel mit ihren Produk-ten. Hier ist zugleich das berühmteste Priester-Seminarium der griechi-schen Kirche innerhalb des türkischen Reichs. Der Berg Athos gehörtjum Liwa Salonik des Ejalets Num-Jli.

Awlona, Aulona, Valona, Abloniya, Seestadt am Busen gleichesNamens und Hauptorl eines Liwa im Ejalet Num-Jli, oder im mitt-lren Albanien; sie zählt 5,000 I., hat einen vortrefflichen Hafen undrreibt eine ausgedehnte Theer- und Pech-Schwelerei» mit deren Produktbin ausgebreiteter Handel, vornehmlich nach Venedig, geführt wird.

Babadagh, Stadt mit 10,000 I., im Liwa Silistria des gleich-«amigen Ejalet. ES wird hier ein ansehnlicher Handel getrieben. Süd-"ch von dieser auf einer Anhöhe, unfern der Küsten-Lagune Namsin,gelegenen Stadt erblickt man Spuren eines alten Bettes der Donau,und längs desselben Überreste eines römischen Walles.