Fürstenthum Maskat.
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fahrt aus, und aller Handel ist in der Hauptstadt Maskat konzentrirt,wo ein Zusammenstuß von Kaufleuten aller weftasiatischen und indischenNationen stattfindet. Schreiben, Lesen und die Erklärung des Koranssind auch hier in Oman, wie in den meisten andern mohammedanischenLändern, die einzigen Unterrichtsgegenstände. Die Omaner bilden eineeigene Sekte, die der Khuwaridschiten, einer Klasse von Mohammedanern,die auch im nördlichen Afrika ihre Anhänger hat, und rm Islam unge-fähr das ist, was die Glieder der Brüdergemeinde in der christlichenKirche sind. Aber es gibt in Oman auch viele Schiiten und Sunniten,die jedoch erst in verhällnißniäßig neuerer Zeit eingewandert sind, undhauptsächlich aus Persern, Jndiern, Syriern, Kurden, Afghanen, Vilut-schen rc. bestehen, die sich ganz besonders in der Hauptstadt und denKüstenstädten niedergelassen haben. Die Araber von Oman zerfallen inzwei Klassen: Städte- und andere seßhafte Bewohner und Beduinen,die Nomaden der Steppen, die die fruchtbaren Oasen trennen. DieVerfassung, die weder eine demokratische, noch aristokratische, noch mo-narchische ist, enthält die Elemente von einer jeden derselben; die Regie-rung ist eine patriarchalische, eine abgesonderte für jeden Stamm, jedeGemeinde, die zusammen genommen in dem Fürsten von Maskat ihrweltliches, zugleich geistliches Oberhaupt erkennen, daher dasselbe auchden Titel Jmam führt. Die Gesammt-Negierung hat mit der der altenFeütalstaaten Eürvpa's große Ähnlichkeit.
Die südlichen Gegenden von Oman sind dünn bevölkert, und habenWohl kaum SVMtt I., die nördlichen dagegen, mit Einschluß der amMeere belegeneu Hauptstadt Maskat und ihrer 'Nachbarstadt Mata-rah, die zusammen genommen 6U.00N I. haben, zählen mindestens2äo,«VV I., so daß sich die Bevölkerung von Oman auf 3V0.NN0 Seelenbelaufen dürfte. Die Batna-Küste ist mit Städten und Dörfern dichtbesetzt, unter erstern erwähnen wir Sib, Burkah, Suweik, Sohar,L»wa, Khorsakan. Im Innern des Landes gibt es, mit Ausnahmevon Nostak, das, sowie Maskat, eine große wohlgebaute Stadt ist,keine Städte von irgend einiger Ausdehnung; »ier sind alle Niederlassun-gen Dörfer, obwohl zahlreiche Ruinen von Haüferu und Wasserleitungen3eügniß geben, daß das Land einst eine zahlreichere Bevölkerung und"ne ausgedehntere Kultur besessen hat.
Zum Fürstenthu n Maskat gehört auch ein Theil der persischen Küstegleichnamigen Meerbusen, nämlich der südliche Theil der ProvinzAerrnan, welcher Moghistan, das Palmeuland, genannt wird, dessenMittelpunkt Gamrun ist, oder Bender Abbasst, einst das große Empo-kinm des persischen Reichs am Golf, jetzt aber wieder in den elenden3»sta,,d versunken, woraus Abbas der Große, Schah von Persien, eshervorgezogen hatte. Persien trat diesen Küstenstrich um das Jahr I5I11Maskat ab. Er erstreckt sich längs des Meeres von Minab bisKlainir, wo sich eine Schwefelgrube, zehn deütsche Meilen westlich vonBender Abbassi, befindet. Es gehören zu diesem Bezirk auch die InselnAlchm und Ormus, welche letztere einst der große Stapelplatz des indi-chen Handels war, dessen Zug nach Eürvpa durch Persien lief; Kischmauch das lange Eiland genannt, auf Persisch Dstbesirei diras, auftrabst^ Dscbesiret tawilet. Als Besiyer dieses Küstenstrichs erscheintL ^ Sultan von Maskat, als Basalt des Schah von Persien, denn erdl- den Statthalter von Fars eine jährliche Abgabe zu entrichten,jedoch durch den Schwefel von Kiamis allein reichlich eingebracht