l55
Andere Pflanzen haben dagegen einen sehr großen Vcrbrei-tnngsbczirk, und manche 'sind fast über die ganze Erde verbreitet.Dabin geboren von Dikotylcdonecn die gewöhnliche Brun-nen treffe ff^?»8trivtlnm olsivinnlo), welche in allen Weltthei-lcn, mit Ausnahme von Australien, wächst; der Salz-Pungen(8i>ino!us ^alernnsti), der ebenfalls auf beiden Hemisphären, unddabei auch in Ncubvlland angetroffen wird. Unter den Mvno-kotylcdvneen sind als sehr weitverbreitete Pflanzen die Strand-b i n fe (8viv^us m»vltimus) , das traubenblüthige Sta-chelgras racemosa) und die Mecr-Ruppie
(U»i>pire wnl-itim») zu nennen. Besonders aber gibt es unterden Krvptvgamen oder Spvrcnpflanzen viele Beispiele eines sehrausgedehnten und dabei oft ziemlich zusammenhängenden Ver-breitnngsbezirkcs; als solche sind unter andern zu erwähnen:der Ack crsch a f th a lm (kcjuisetuin arvon8e); dann unter denMoosen der besenartige Gabelzahn (Divvanum svopavium),der wachh old c rblätte r i g c Widerthon (?ol^ti-i«l,um gu-in'sioi-inuin) und das gemeine Drchmovs (k'uiinvia b^»ro-nik-ii-ic-n) ; unter den Flechten die bärtige Scilflechte(Ilsnea b.irlmt.-, /'rre».), diegoldgclbc Tüpfclflcchtc (8tivtanuiüt.i ^c/r.) und die durchbohrte Schüsselflechte (p»v-uwli'i, j,evs»vi,ta unter den Algen die L a t t i ch - U lve
(lll va Imotuc-a) und die d u r chscheincnde K r ugalge l 6eva-miuin stin)ch»nu,n), welche beide fast in allen Meeren vorkommen.Manche Pflanzen scheinen wieder, neben einer weiten Ausdehnung,auch eine öftere oder eine große Unterbrechung ihres Nerbrcitungs-bezirkes zu erleiden. Doch ist dieses von den wenigsten Gcwäch-lcn, die man als solche bezeichnet, für gewiß anzunehmen, weilmeist die zwischcnliegcnden Strecken hinsichtlich ihrer'Vegetationaoch nicht gcbörig durchforscht sind. So befinden sich unter denPflanzen, welche Itvbert Brown in Australien gesammelt hat,167 Arten, die dieser Wcltthcil mit Europa gemein hat, undunter diesen Arten sind 122 Krvptogamcn, 30 Mvnvkvtylcdvnccnund nur 15 Dikotylcdonecn, und dieses Verhältniß möchte wohllm Allgemeinen hinsichtlich der Ncrbreitungswcise anzunehmenseyn, so daß demnach die Pflanzen der tiefern Stufen der Organ i-lativn in der Regel weiter über die Erde verbreitet sind, als diedcr höhcrn Stufen.