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2/2 (1839) Allgemeine Botanik III / von Gottl. Wilhelm Bischoff
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174
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entsprechenden Regionen auf den Gebirgen verschiedener Zonenzwar sehr erleichtert; da aber vvm Aegnator gegen die Pole hindie untern Regionen nach einander verschwinden, weil die sie cha-rakterisirenden Pflanzen in den hohcrn geographischen Breiten feh-len, so werden im hohen Norden endlich nur noch die den dreioder zwei zulcztgenanuten Regionen entsprechenden Gürtel übrigbleiben, nnd da sich in jeder Region,- je nach der geographischenBreite, mancherlei Verschiedenheiten in dem Charakter der Vege-tation und in der Entfernung ihrer Grenzen darbiete», so wirdes» behufs einer genauern pfianzcngcvgraphischcn Beschreibung derGebirge verschiedener Gegenden, immer nöthig seyn, nach diesenwechselnden Verhältnissen die Regionen selbst wieder in bestimmteGürtel abzutheilen oder auch mehr oder weniger zu verrücken. Eswird jedoch ein kurzer Ucbcrblick der von Mcyen aufgestelltenRegionen hier an seinem Orte seyn. "

Die Vegetation der ersten und zweiten Region entsprichtganz jener der heißen Zone; diese Regionen können daber auchnur auf den Gebirgen der heißen Zone vorhanden seyn, wo siebis zu einer Höhe von 3800 Fuß hinaufreichen"'). Die dritteRegion oder die der Myrten- und lvrbeerartigen Ge-wächse, welche in der Nähe des Acquators über den eben er-wähnten beginnt und sich bis über 5700 Fuß erhebt, nimmt inder wärmern gemäßigten Zone (z. B. im nördlichen Chili in densüdlichsten der vereinigten Staaten Nordamerikas im südlichenChina, und anf den kanarischen Inseln) den untersten Theil derGebirge bis zu 1900 oder 2000 Fuß Höhe ein, steigt im südlich-sten Europa kaum über die mecresglciche Ebene empor und fehltin dem kälteren Theile der gemäßigten Zone. Ueber dieser Regionerhebt sich in den Gebirgen der heißen Zone die vierte oder dieRegion der immergrünen Laubhölzer bis über 7600 FußHöhe hinaus, welche aber in jenem Theile der gemäßtigten Zone,wo die vorhergehende als unterste Region erscheint, schon diezweite Region darstellt und zwischen 2000 und 4000 Fuß über

') Auf dem Pik von Teneriffa wächst jedoch der gemeineLorbeernebst einigen andern Arten dieser Gattung in dieser zweiten Re-gion. Ueberhaupt darf man es mit den von Meyen den Regio-nen gegebenen Namen nicht allzu genau nehmen.